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Leserbriefe

„Brauchen ausreichend Sicherheitsabstand“

Zeelink

Donnerstag, 3. Mai 2018 - 09:49 Uhr

von Andreas Heumer (aus Gescher)

Leserbrief zu: „Schulte zur Leitung Zeelink: „Nehme Bedenken ernst“.

Foto: open grid europe

Ich möchte die SPD und Frau Schulte (MdB) bitten, dem Vorhabenträger der Zeelink- Gaspipeline mit genau so viel Skepsis und Misstrauen entgegen zu treten wie die SPD das den Bauern gegenüber auch tut. Es macht keinen Unterschied, ob das Trinkwasser der Städte von Gescher bis Heiden durch Landwirtschaft belastet wird, wie die SPD das behauptet, oder angeblich durch die Zeelink-Pipeline in Trinkwasserschutzgebieten. Zeelink verschlechtert das Wasser meiner Meinung nach nur noch schneller.

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Es ist natürlich populärer, Bauernfamilien mit Mutmaßungen zu diffamieren als sich mit mächtigen Energiekonzernen anzulegen.

Eine Abgeordnete sollte als Gesetzgeber nicht eine Empfehlung zur Klage gegen Energiekonzerne geben, sondern Gerichte entlasten und Gesetzeslücken schließen.

Eines politischen Faktenchecks bedarf es auch in der Frage, ob Zeelink nötig ist, um von L- auf H Gas umzustellen. Im Kreis Borken gibt es fast nur H-Gas, und es gibt nichts umzustellen. Das Hauptumstellungsgebiet liegt weit nördlich in Niedersachsen und außerhalb der Reichweite der Zeelink. Bei Zeelink geht es meiner Meinung nach um einen „Handelskrieg“ um Gas. Die USA wollen Frackinggas über Zeelink in einen der weltweit größten Erdgasspeicher in Gronau-Epe pumpen, um Gas aus Russland zu verdrängen. Mit der Umstellungstheorie möchte man nur von den skandalträchtigen Kavernen in Gronau ablenken. Offenbar mit Erfolg, wie man bei Frau Schulte erkennt.

Ich weise nochmals darauf hin: Die Herren, mit denen Frau Schulte gesprochen hat, sind meines Wissens schon mal gezwungen worden, eine Pipeline neu zu planen, um einen Abstand von 350 Metern zur Wohnbebauung zu gewährleisten. Nicht 20 Zentimeter mehr Sand als Bodenabdeckung verhindern Katastrophen wie in Belgien mit 24 Todesopfern und 120 Verletzten, sondern nur ausreichend Sicherheitsabstand zu Wohnhäusern.


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