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Leserbriefe

Bewusstseinswandel in Spurenelementen

Klimaschutz

Dienstag, 7. Mai 2019 - 07:30 Uhr

von Ulrich Kranenburg aus Burlo

Leserbrief zum BZ-Artikel: „35 Vorschläge für mehr Klimaschutz“ vom 4. Mai

Neben dem viel diskutierten CO2 in der Luft taucht jetzt ein weiteres Spurenelement in der Kreisstadt auf: der Klimaschutz. Borken mit einem Bewusstseinswandel in Spurenelementen, dabei noch viel zu oft positiv nur im Konjunktiv. Für die Überholspur im kulturellen Wandel reicht es in absehbarer Zeit noch nicht, will man doch „aktuell und wohl auch in den kommenden Jahren so viel durch die öffentliche Hand bauen wie in kaum einer anderen Kommune der Region.“(BZ) Das Motto der Stadt könnte lauten, dass aufgrund eines sehr großen Wirtschaftswachstums es nur einen sehr eingeschränkten Spielraum gibt, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Immer wieder neue Gebäude, neue Straßen und Brücken, stellt doch Beton noch kein akutes Problem in der öffentlichen Meinung dar. Er besteht nicht aus fossilen Brennstoffen und schwimmt nicht wie hässliche und gefährliche Plastikabfälle in den Ozeanen. Doch der Eindruck täuscht, die CO2-Bilanz des Baustoffs fällt katastrophal aus. Zement ist dabei einer der größten Klimakiller überhaupt. Knapp eine Tonne CO2 für jede Tonne Zement. Die enorm zunehmende Nachfrage nach diesem Baustoff in der Stadt und die Scheu der Betonindustrie, sich auf Innovationen einzulassen, werden die CO2-Emissionen in diesem Bereich über die nächsten Jahre weiter ansteigen lassen. Demnächst durch einen Radweg an der Aa, als Klimaschutz, in weiten Teilen aus einer aufwendigen Stahlbeton-Konstruktion bestehend. Neben den Vorgaben der EU, des Bundes, des Landes NRW „setzt sich die Stadt Borken mit dem Klimakonzept eigene Klimaschutzziele“ heißt es in dem Konzept. Die „Alarm“-Stimmung auch der jüngeren Generation scheint bei den Verantwortlichen der Stadt als ein „Alarmismus“ angekommen zu sein, der sich als solcher gefälligst selbst zu genügen hat. Alles läuft doch prima!

So bleibt nur am Rande noch zu erwähnen, dass die Stadt in ihrem Konzept kein Tor öffnet, wie man in Zukunft Lebensstile umformatieren und auch anders denken könnte. Diese mühevolle Aufgabe hat man nicht einmal in Spurenelementen in Angriff genommen.

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