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TT-Mixed spielt um Medaillen - Judoka verpasst Bronze

Sportereignisse

Montag, 24. Juni 2019 - 18:36 Uhr

von Von Martin Beils, dpa

dpa Minsk. Die deutschen Tischtennisspieler um Timo Boll schlagen bei den Europaspielen ein hohes Tempo an. Für sie bietet sich in Minsk die einfachste Möglichkeit zur Olympia-Qualifikation. Sie scheinen fest entschlossen, sie zu nutzen.

Das ging fix. Timo Boll steht im Viertelfinale der Europaspiele, und das Mixed greift am Dienstag bereits nach den Medaillen. Im Judo hingegen blieb die erhoffte Medaille am Montag in Minsk aus. Luise Malzahn verlor im Kampf um Bronze.

Nur zwölf Minuten brauchten Patrick Franziska und Petrissa Solja für ihren 3:0-Sieg im Mixed-Viertelfinale gegen die Italiener Niagol Stoyanov und Giorgia Piccolin. Doch Solja schränkte ein: „Ich mag es nicht so, wenn von einem leichten Gegner geredet wird, obwohl dieser auch das Viertelfinale der European Games hier erreicht hat.“ Am Dienstag (11.00 Uhr MESZ) trifft das an Nummer drei gesetzte deutsche Mixed auf die topgesetzten Slowaken Lubomir Pistej und Barbora Balazova, das Finale findet am Abend statt (20.00 Uhr).

Rekord-Europameister Boll gewann in der Runde der besten 16 in 4:0 Sätzen gegen den Portugiesen Marcos Freitas. Der 38 Jahre alte Boll hat in der weißrussischen Hauptstadt zwei Möglichkeiten, sich für den Einzelwettbewerb der Olympischen Spiele 2020 zu qualifizieren: Im Einzel dürfen die ersten drei der Europaspiele in einem Jahr nach Tokio reisen. Sollte Deutschland zudem den Mannschafts-Wettbewerb in Minsk gewinnen, dürfte der Deutsche Tischtennis-Bund automatisch auch zwei seiner drei Teammitglieder für das olympische Einzel nominieren.

In der Frauenkonkurrenz setzte sich Abwehrspezialistin Han Ying gegen die an Nummer eins gesetzte Österreicherin Sofia Polcanova mit 4:0 durch. Solja behauptete sich mit 4:3 gegen die Polin Li Qiang.

Die Judoka müssen ihre Hoffnung auf Europaspiele- und EM-Gold auf den Dienstag vertagen. Dann steht die Entscheidung im Mixed-Wettbewerb an, der im kommenden Jahr in Tokio zum ersten Mal olympisch sein wird (Medaillenentscheidungen ab 15 Uhr). Deutschland geht als Titelverteidiger in den Wettbewerb. Die Ausbeute in den Einzelkonkurrenzen blieb mit einer Bronzemedaille durh Pauline Starke (bis 57 kg) hinter der der Europameisterschaften im vergangenen Jahr zurück, als der DJB eine Silber- und zwei Bronzemedaillen in den Einzelwettbewerben aus Tel Aviv mitbrachte.

Malzahn (Halle/Saale) verlor in der Klasse bis 78 Kilogramm den Kampf um Bronze gegen Loriana Kuka 22 Sekunden vor Schluss durch Ippon. Anna Maria Wagner hatte in der Trostrunde ebenfalls gegen die Kosovarin verloren. Johannes Frey (Gewichtsklasse über 100 kg) scheiterte in der Runde der letzten 32 am Österreicher Daniel Allerstorfer, in der gleichen Gewichtsklasse scied Sven Heinle eine Runde später gegen Stephan Hegyi (Österreich) aus. Für Karl-Richard Frey (bis 100 kg) war im Achtelfinale gegen den Montenegriner Danilo Pantic Schluss. Eduard Trippel (bis 90 kg) unterlag in der Runde der letzten 32 dem Slowaken Milan Randl.

Wie die Judoka so tragen auch die Kanuten ihre Europameisterschaften im Rennsport im Rahmen der Europaspiele aus. Das 21-köpfige deutsche Team startet am Dienstag mit den Vorläufen auf der Regattastrecke Zaslavl, die Medaillen werden am Mittwoch und Donnerstag vergeben. „Auch wenn man das Konzept der Europäischen Spiele hinterfragen kann, freuen wir uns sehr auf die drei Wettkampftage in Minsk“, sagte der deutsche Verbandspräsident Thomas Konietzko.

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