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Bayer-Sportchef nach 0:4 in München: „Nicht zu akzeptieren“

Fußball

Samstag, 1. Oktober 2022 - 08:01 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa München. Bayer Leverkusen steckt in einer schweren Krise. Nur fünf Punkte aus acht Bundesligaspiele. Besonders auf einer Person lastet enormer Druck.

Foto: Sven Hoppe/dpa

Steht bei Bayer Leverkusen enorm unter Druck: Trainer Gerardo Seoane.

Nach dem ernüchternden 0:4 beim FC Bayern München fordert Leverkusens Sportchef Simon Rolfes eine schnelle Reaktion der Mannschaft um Trainer Gerardo Seoane.

„Es sind alle gefordert und alle in der Verantwortung, Dienstag in der Champions League ein ganz anderes Auftreten zu zeigen. Da ist jeder in der Verantwortung“, sagte Rolfes in der Münchner Allianz Arena.

Auf das klare Bekenntnis von Bayers Club-Chef Fernando Carro zu Seoane ging Rolfes auf Nachfrage nicht näher ein. „Alle sind in der Verantwortung, dass wir kurzfristig Erfolge brauchen und kurzfristig ein anderes Auftreten. Das ist das Entscheidende, womit wir uns beschäftigen sollten - und nicht mit anderen Dingen“, sagte der Ex-Profi. Am Dienstag steht für Bayer Leverkusen das Champions-League-Spiel beim FC Porto an.

Beim Gastspiel in München habe die Mannschaft „alles vermissen lassen“ und sei „chancenlos von der ersten Minute“ an gewesen, kritisierte der 40-jährige Rolfes. „Das muss man aufarbeiten. Keine Frage, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergeht.“ Es sei „nicht zu akzeptieren, wie wir gespielt haben“, schimpfte Ex-Nationalspieler Rolfes.

Nur fünf Punkte aus acht Spielen

Zuvor hatte Trainer Seoane die Situation nach der deutlichen Niederlage ebenfalls nicht beschönigt. Bayer ist auf Platz 16 abgerutscht und damit in der Abstiegszone angekommen. „Die Tabelle zeigt immer die momentane Lage - und die ist sehr ernst zu nehmen“, sagte der Schweizer in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Mit nur einem Sieg und fünf Punkten aus den ersten acht Saisonspielen habe man „unterperformt“, sagte der 43-Jährige. Nicht nur das Resultat gegen die Bayern sei korrekt, sondern ein klarer Leistungsunterschied sei auch zu sehen gewesen. Als größte Schwachstelle bezeichnete der Trainer „die Zweikampfschwäche mit und gegen den Ball“. Trotzdem wirkte er nicht entmutigt: „Wir vertrauen unseren Qualitäten.“

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