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Urteil im Prozess gegen Dinslakener IS-Terrorist erwartet

Prozesse

Freitag, 26. November 2021 - 01:55 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa Düsseldorf. Unterschiedlicher können die Strafanträge nicht sein: Die einen fordern Freispruch, die anderen die Höchststrafe. An diesem Freitag soll das Ureil gegen einen IS-Terroristen aus Dinslaken verkündet werden.

Nach mehr als zwei Jahren Prozessdauer soll gegen den wegen Mordes angeklagten IS-Terroristen Nils D. heute (13.30) das Urteil gesprochen werden. Während die Bundesanwaltschaft am Düsseldorfer Oberlandesgericht lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere seiner Schuld beantragt hat, hat die Verteidigung einen Freispruch gefordert.

Der inzwischen 31 Jahre alte Angeklagte war im März 2016 als IS-Terrorist zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er gehörte der berüchtigten „Lohberger Brigade“ von Salafisten aus dem Zechenviertel Dinslaken-Lohberg an, die sich in Syrien dem IS angeschlossen hatten.

Nach seiner ersten Verurteilung tauchten ehemalige Gefangene auf, die aussagten, der Deutsche sei in einem Gefängnis des IS im syrischen Manbidsch einer der Folterer gewesen. Einer der von ihm gefolterten Gefangenen sei ums Leben gekommen, so die Bundesanwaltschaft.

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