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So soll es in Schulen und Kitas in NRW weitergehen

Plan von Schulministerin Gebauer

Donnerstag, 8. April 2021 - 19:01 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer plant, dass Schüler in NRW ab Montag wieder per Distanzunterricht lernen sollen. Ausgenommen sollen die Abschlussklassen sein. Die Abi-Prüfungen sollen planmäßig am 23. April starten.

Foto: pixabay

Symbolbild

NRW. Die meisten der rund 2,5 Millionen Schüler Nordrhein-Westfalens kehren nach den Osterferien nicht in die Klassenräume zurück. Ab Montag werde es wieder Distanzunterricht geben, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Als Grund nannte die Ministerin zum einen das „dynamische Infektionsgeschehen“. Zum anderen ist die für Montag zugesagte landesweite Belieferung von Schnelltests für alle Schulen nicht gesichert. Nach Informationen der Westfälischen Nachrichten hätte das vom Land beauftragte Logistikunternehmen insgesamt 3300 Schulen anfahren und mit Tests versorgen müssen. Dies gelingt offenbar nicht.

Aber: Abschlussklassen gehen in Präsenzunterricht

Für die Schüler der Abschlussklassen soll es in Nordrhein-Westfalen auch nach den Osterferien Präsenzunterricht in den Klassenräumen geben. Sie seien vom Distanzunterricht ausgenommen, sagte Gebauer. Für die übrigen Jahrgänge gelte der Distanzunterricht vorerst nur eine Woche lang bis zum 16. April.

Mediziner hätten im Rahmen der Kultusministerkonferenz bestätigt, dass das Infektionsgeschehen bei Kinder und Jugendlichen zunehme. Gebauer betonte aber: „Die Schulen sind keine Treiber der Pandemie.“

Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen sollen trotz der Corona-Pandemie planmäßig am 23. April mit dem Fach Englisch starten.

Kindergärten

Die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen bleiben auch nach den Osterferien im eingeschränkten Regelbetrieb. Das geht aus einer Information des Familienministeriums an Eltern und Kitas hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf vorliegt. Demnach bleibt es bei der pauschal um zehn Wochenstunden reduzierten Betreuung in festen Gruppen. Familienminister Joachim Stamp (FDP) begründete das am Donnerstag in Düsseldorf mit „der derzeit unsicheren Entwicklung des Infektionsgeschehens“.

Zudem würden Kitas und Kindertagespflege mit einem umfassenden Testangebot zusätzlich abgesichert, kündigte er an. „Nach ausführlichen Beratungen mit Wissenschaftlern und Pädagogen haben wir uns entschieden, dass die Stäbchen-Tests, die nur minimal in die Nase eingeführt werden können, bei kleineren Kindern durch die Eltern zu Hause durchgeführt werden können - bis andere, leichter handhabbare Testmöglichkeiten massentauglich und praktikabel sind.“

Die Eltern erhielten für ihre Kinder ab der kommenden Woche zwei Tests. Ebenso stünden für alle Beschäftigten wöchentlich zwei Tests zur Verfügung.