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Prozess um Gewalt gegen Gerichtsvollzieher

Prozesse

Mittwoch, 14. August 2019 - 01:38 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Düsseldorf. Als der Gerichtsvollzieher vor der Tür stand, soll der Angeklagte zugeschlagen haben. Das hat dem 38-Jährigen eine Anklage wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung eingebracht. Am Mittwoch wird verhandelt.

Viereinhalb Jahre nach der Attacke auf einen Gerichtsvollzieher muss sich heute der mutmaßliche Täter vor dem Düsseldorfer Amtsgericht verantworten. Laut Anklage wollte der 38-Jährige Ende März 2015 die angeordnete Wohnungsräumung nicht akzeptieren. Jetzt wird ihm Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung vorgeworfen.

Nachdem der Gerichtsvollzieher dem aufgebrachten Familienvater den Grund der Räumung mitgeteilt hatte, soll dieser dem Behördenvertreter mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn verletzt haben. Der 48-Jährige hatte danach eine blutende Wunde an der geschwollenen Lippe. Die hinzugerufenen Polizisten soll der Angeklagte unter anderem als „Missgeburt„ beleidigt haben.

Gerichtsvollzieher wurden in NRW im vergangenen Jahr 288 Mal beleidigt, bedroht oder angegriffen. Es ist ein Anstieg von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus einen Bericht des NRW-Justizministerium von Ende März hervorging.

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