NRW

Nach Ferrari-Coup: Mutmaßlicher Dieb vor Gericht

dpa/lnw Neuss. Wegen eines Millionen-Coups muss ein 45-Jähriger vor Gericht: Er soll mit einem seltenen Ferrari bei einer Probefahrt dem Verkäufer eines Oldtimer-Handels davongebraust sein.

08.09.2021

Nach Ferrari-Coup: Mutmaßlicher Dieb vor Gericht

Prozesse

Gut zwei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl eines mehr als zwei Millionen Euro teuren Ferraris muss sich der mutmaßliche Dieb heute in Neuss vor Gericht verantworten. Der einschlägig bekannte 45-Jährige war, nachdem er eine Haftstrafe in Frankreich verbüßt hatte, an die deutsche Justiz ausgeliefert worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einen besonders schweren Fall von Diebstahl vor.

Er soll im Mai 2019 in Düsseldorf als vermeintlicher Kaufinteressent eine Probefahrt mit einem für 2,35 Millionen Euro angebotenen Ferrari unternommen haben. Als es im benachbarten Neuss einen Fahrerwechsel geben sollte und der Verkäufer dazu ausgestiegen war, soll der 45-Jährige Gas gegeben und mit dem 400-PS-Gefährt davon gebraust sein, während der verdutzte Verkäufer am Straßenrand zurückblieb.

Der Ferrari war nach einem Zeugenhinweis in Grevenbroich am Niederrhein in einer Garage sichergestellt worden. Im Wagen konnten Spuren des Diebes gesichert werden - unter anderem Fingerabdrücke. Erstbesitzer des seltenen Ferrari 288 GTO, Baujahr 1985, war laut Verkaufsanzeige Ex-Formel-1-Pilot Eddie Irvine.

© dpa-infocom, dpa:210907-99-128798/4