Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
NRW

Münster hebt Einschränkungen für Personen aus Kreis Warendorf auf

Kennziffer der Neuinfektionen gesunken

Freitag, 26. Juni 2020 - 18:48 Uhr

von WN

Die erweiterte Maskenpflicht hat der Stadt Münster in den vergangenen Tagen viel Kritik eingebracht. Jetzt gibt es zumindest für Menschen aus dem Kreis Warendorf aber gute Nachrichten: Die Maßnahmen werden aufgehoben.

MÜNSTER. Nachdem am heutigen Freitag im Kreis Warendorf die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen unter die einschlägige Grenze von 50 gefallen ist, hebt die Stadt Münster die zu Wochenbeginn aktualisierten Corona-Schutzmaßnahmen für Personen aus dem Kreis Warendorf auf, die nach Münster kommen - und umgekehrt. Das hat die Verwaltung am Freitagnachmittag mitgeteilt. Auch für hiesige Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung werden die Beschränkungen aufgehoben. Diese Entscheidungen gelten mit sofortiger Wirkung.

Maßnahmen für Großraum Gütersloh bleiben

Die Maßnahmen für den Großraum Gütersloh bleiben hingegen vorerst bis zum kommenden Dienstag bestehen. Die Anfang der Woche durch den Krisenstab beschlossenen Schutzmaßnahmen sind seitens der Stadt Münster an die sogenannte „7-Tages-Inzidenz“ gekoppelt. Diese Zahl der Neuinfektionen für die letzten sieben Tage ist als Richtwert die Grundlage für den vom Land in den Kreisen Warendorf und Gütersloh angeordneten Lockdown.

Am Freitag ist der Wert für den Kreis Warendorf mit 47,9 unter die maßgebliche Grenze von 50 gefallen. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer : „Damit entfällt die Begründung für unsere Schutzmaßnahmen. Wir freuen uns mit den Menschen im Nachbarkreis über die gute Entwicklung und hoffen, dass sich diese weiter stabilisiert.“

Auch die bisherige Einschätzung im Kreis Warendorf, dass sich das Virus dort offenbar nicht über das Tönnies-Umfeld hinaus ausgebreitet hat, trägt mit zur Entscheidung in Münster bei. „Ein lokaler Corona-Ausbruch hat aufgrund der bestehenden vielfältigen Verflechtungen immer auch regionale Auswirkungen. Im Sinne einer konsequenten Infektionsschutzpolitik sollte dies zukünftig verstärkt beachtet werden“, mahnt Wolfgang Heuer.

„Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zeigen, dass Infektionsherde schnell und umfassend eingedämmt werden müssen. Je entschiedener die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt werden, desto kürzer ist der Zeitraum, in dem sie notwendig sind“, so das Fazit des Krisenstabsleiters.

Darüber hinaus bleiben die Empfehlungen zur Einhaltung des Hygieneschutzes weiterhin für die Stadt Münster bestehen.