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Merz gibt Aufsichtsratsjob bei Blackrock auf

Parteien

Mittwoch, 5. Februar 2020 - 19:30 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa Berlin/Brilon. Friedrich Merz will sich wieder mehr der Politik und der CDU widmen. Offensichtlich hat er die Bundestagswahl im kommenden Jahr im Blick. Dafür gibt er seinen Posten bei Blackrock auf.

Friedrich Merz gibt Ende März seinen Posten als Aufsichtsratschef beim Vermögensverwalter Blackrock auf, um sich mehr in der CDU engagieren zu können. Der frühere Vorsitzende der Unionsfraktion und gebürtige Sauerländer sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur: „Ich habe mich entschieden, meine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender von Blackrock in Deutschland zum Ende des ersten Quartals zu beenden. Es war mir eine Freude und große Ehre, das Unternehmen in Deutschland über die vergangenen vier Jahre zu begleiten.“

Er wolle seine „Zeit nun nutzen, die CDU noch stärker bei ihrer Erneuerung zu unterstützen und mich weiter politisch einzubringen“. Deutschland und Europa stünden zu Beginn des neuen Jahrzehnts vor großen Herausforderungen. „Ich möchte dazu beitragen, dass unser Land erfolgreich bleibt und zukunftsfähig wird“, sagte Merz.

Blackrock, weltweit größter Vermögensverwalter, bedankte sich seinerseits bei Merz „für seinen Rat und seine Unterstützung beim erfolgreichen Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten“. Man werde zu gegebener Zeit einen Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzenden von Blackrock in Deutschland bekannt geben, hieß es.

Eine Kandidatur bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr lässt Merz weiterhin offen. Er habe vor kurzen deutlich gemacht, dass er sich auch um ein Bundestagsmandat bewerben werde, falls er nochmals ganz in die Politik zurückgehe, sagte sein Sprecher Armin Peter vor kurzem. Weiterhin gelte für Merz, dass derzeit in der CDU keine Personaldebatten geführt werden müssten, es gehe um Sachfragen.

Der 64 Jahre alte Merz ist seit Juni 2019 Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU. Im Dezember 2018 war er Annegret Kramp-Karrenbauer im Ringen um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Chefin knapp unterlegen. Immer noch gilt Merz vielen in der Partei als Hoffnungsträger. Der Sauerländer war von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordneter, von 2000 bis 2002 Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag.

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