NRW

Kandidatin für Juso-Vorsitz fordert Angebote an die Jugend

Parteien

Samstag, 28. November 2020 - 09:55 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa Berlin. Jessica Rosenthal, Kandidatin für den Juso-Vorsitz, warnt die SPD vor einem allein auf Kanzlerkandidat Olaf Scholz zugeschnittenen Bundestagswahlkampf. „Ich will keine Kampagne sehen, in der es immer nur um einen einzigen Menschen geht“, sagte die 28-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Olaf Scholz ist klar, dass er Angebote an die Jusos und junge Menschen machen muss. Die fordere ich ein.“

So pochen die Jusos unter anderem auf eine staatliche Ausbildungs- und Jobgarantie. „Arbeit ist mehr als Geldverdienen, es ist vor allem Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, gemeinsames Schaffen. Deshalb fordere ich kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern eine staatliche Jobgarantie, die das Recht auf Arbeit einlöst“, sagte Rosenthal dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Der bisherige Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, tritt an diesem Samstag ab. Auf einem digitalen Bundeskongress wollen die Jusos die Briefwahl für seine Nachfolge einläuten. Die ehemalige nordrhein-westfälische Juso-Landesvorsitzende Rosenthal war zuletzt die einzige Kandidatin. Das Ergebnis der Abstimmung soll am 8. Januar bekanntgegeben werden.

Die 28 Jahre alte Lehrerin argumentierte: „Die Finanzierung von Arbeitslosigkeit ist für den Staat langfristig teurer als das Finanzieren von Arbeit.“ Und weiter: „Wir Jusos treten schon länger für eine Ausbildungsplatzgarantie ein. Angesichts der rasanten Transformation durch datenbasierte Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz ist es nur logisch, diese um eine Jobgarantie zu erweitern.“