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Hausärzte kritisieren Vorgehen bei Astrazeneca-Impfungen

Krankheiten

Mittwoch, 14. April 2021 - 06:05 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Düsseldorf. Der Chef des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, hat das Vorgehen bei den Corona-Impfungen mit dem Stoff von Astrazeneca in den Praxen kritisiert. „Wegen des Hin und Hers um Astrazeneca sind viele Patienten und Ärzte verunsichert“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Umso ärgerlicher ist es, dass sie in der kommenden Woche nur dann mit Biontech beliefert werden sollen, wenn sie ebenso viele Astrazeneca-Dosen abnehmen.“

Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, sagte der Zeitung: „Die etwa hälftige Aufteilung zwischen Biontech und Astrazeneca muss von den Arztpraxen akzeptiert werden. Andernfalls würde gar keine Auslieferung stattfinden dürfen.“

Funken sprach sich zudem für ein Ende der Priorisierung bei den Corona-Impfung aus. „Wenn wir jetzt Strecke machen wollen, müssen wir die Priorisierung aufgeben.“ Wenn eine Praxis nicht genug ältere Patienten habe, die mit Astrazeneca geimpft werden können und wollen, müsse es den Ärzten freigestellt sein, auch jüngere Patienten damit zu impfen.

Bereits zuvor hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betont, dass es mit steigenden Impfstofflieferungen ein Ende der Corona-Impfreihenfolge bis zum Sommer geben sollte.

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