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Elternverband zu Grundschulplänen: „Vollkatastrophe“ droht

Schulen

Freitag, 5. Juni 2020 - 13:04 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Düsseldorf. Die Landeselternkonferenz hat die für NRW angekündigte Rückkehr zum Regelbetrieb an den Grundschulen ab dem 15. Juni als „unsinnig“ kritisiert. „Für Schüler und Eltern ist nichts gewonnen. Innerhalb von zehn Tagen vor den Ferien wieder in einen Schulrhythmus zu finden, ist nicht machbar“, sagte die Vorsitzende der Landeselternkonferenz, Anke Staar, am Freitag auf dpa-Anfrage. Es drohe eine „Vollkatastrophe“, wenn nun ohne Abstandsregelung unterrichtet werden solle. Es sei zu befürchten, dass es zu Ansteckungen komme. „Dann beginnen die Ferien für viele Familien erst mal mit einer zweiwöchigen Quarantäne.“

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte zuvor angekündigt, dass ab 15. Juni bis zu den Sommerferien die rund 600 000 NRW-Grundschüler wieder täglich zur Schule gehen sollen. Es werde keine Abstandsregelung mehr geben, Klassenverbände sollten stattdessen strikt unter sich bleiben.

Staar sagte, die Wirtschaft fahre wieder hoch und viele Eltern seien in den Sommerferien umso mehr auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen, um ihren Job machen zu können. „Ich meine keine Spaß-Factory, sondern hochwertige und verlässliche Bildungsangebote.“ Statt die vereinbarte Planung bis zu den Ferien „auf den Kopf zu stellen“, müsse das Ministerium nun schnell Konzepte für die Ferien und das nächste Schuljahr entwickeln.