Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Das Wetter in
Borken
Heute
3°/9°
NRW

ADAC: NRW bleibt Stauland Nummer Eins

Verkehr

Donnerstag, 6. Februar 2020 - 06:00 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Köln. Auf NRW-Autobahnen war 2019 wieder Geduld gefragt: Baustellen und Pendlerverkehr führten häufig zu Staus - laut ADAC verloren die Autofahrer dabei mehr Zeit als im Vorjahr. Verkehrsminister Wüst reagiert - und verweist auf Rekordinvestitionen.

Autofahrer in Nordrhein-Westfalen haben 2019 deutlich länger im Stau gestanden als im Vorjahr. Wie der ADAC am Donnerstag mitteilte, ging die Zahl der gemeldeten Staus laut ADAC-Statistik zwar um vier Prozent auf 253 000 zurück. Zugleich verlängerte sich aber die Wartezeit der Autofahrer: Sie steckten 2019 rund 171 000 Stunden in Staus und stockendem Verkehr fest - gut 17 000 Stunden (plus elf Prozent) mehr als 2018. Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte auf dpa-Anfrage: „Jeder Stau ist einer zu viel.“ NRW investiere daher so viel Geld wie nie zuvor.

Im bundesweiten Stau-Vergleich belegt NRW nach wie vor den Spitzenplatz: Mehr als ein Drittel aller Staus in Deutschland entfielen auf das Bundesland. Die Länge aller Staus summierte sich den Angaben zufolge auf knapp 453 000 Kilometer (2018: 486 000).

„Die gewaltigen Pendlerströme und der starke Transitverkehr in NRW sorgen in Kombination mit der hohen Anzahl von Baustellen unverändert für großes Staupotenzial“, sagte Verkehrsexperte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein laut Mitteilung. Für die kommenden Jahre sei keine Besserung in Sicht. „Erst ab 2030 könnte es sich in NRW wieder etwas entspannen, wenn der Investitionsstau abgebaut ist und große Bauprojekte abgeschlossen sind“, sagte Suthold.

Besonders staureich waren laut ADAC erneut die A1, A3, A40 und A46. Die meisten Staus registrierte der Automobilclub 2019 auf der A40 zwischen Essen und Dortmund - dort wurde fast 16 000 Mal ein Stauereignis gemeldet. Am längsten - rund 12 800 Stunden - saßen Autofahrer auf der A1 zwischen Köln und Dortmund fest.

Für seine Statistik legt der ADAC nach eigenen Angaben eine Datenbasis aus mehreren Quellen zugrunde. In die Berechnung flössen unter anderem Meldungen der Polizei sowie Daten von Lkw-Flotten, Online-Navigationssystemen und Smartphone-Apps ein.

Verkehrsminister Wüst sagte der dpa: „Es freut mich, dass der ADAC einige gute Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen dokumentiert. Es gibt aber auch Schatten.“ Wüst sagte weiter: „Damit der Verkehr wieder besser fließt, bringt das Land Nordrhein-Westfalen die Straßen wieder in Ordnung. Dafür wird so viel Geld wie nie zuvor investiert und der Investitionsstau aufgelöst.“

Laut Ministerium sind im Jahr 2019 rund 1,47 Milliarden in die Autobahnen und Bundesstraßen geflossen. Davon seien über 800 Millionen Euro für den Erhalt und knapp 270 Millionen Euro für Neu- und Ausbau ausgegeben worden. Mit 256,7 Millionen Euro habe es in 2019 auch Rekordinvestitionen in die Landesstraßen gegeben.

Ihr Kommentar zum Thema

ADAC: NRW bleibt Stauland Nummer Eins

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bestätige dies mit dem Absenden der Nachricht. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit für die Zukunft widerrufen. Nähere Informationen zu unserem Umgang mit personenbezogenen Daten erhalten Sie unter https://www.borkenerzeitung.de/verlag/datenschutz.


captcha