Panorama

Einsatz gängiger Antibiotika beschränkt

dpa Bonn. Ärzte sollen die weit verbreitete Antibiotikagruppe der Fluorchinolone wegen schwerer Nebenwirkungen nur noch stark eingeschränkt verschreiben. Das teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.

08.04.2019

Einsatz gängiger Antibiotika beschränkt

Wissenschaft

Die Medikamente sollen nach Möglichkeit nicht mehr bei „leichten und mittelschweren Infektionen“ eingesetzt werden. Laut Wissenschaftlichem Institut der AOK waren im Jahr 2015 knapp sechs Millionen Packungen mit fluorchinolonhaltigen Antibiotika verordnet worden.

„Bestimmte schwerwiegende Nebenwirkungen von Fluorchinolonen können lang anhalten, die Lebensqualität beeinträchtigen und sind möglicherweise irreversibel“, schreibt das BfArM. Betroffen seien vor allem Sehnen, Muskeln, Gelenke und das Nervensystem. Beim ersten Anzeichen einer dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen solle die Behandlung beendet werden. Diese Nebenwirkungen treten den Angaben zufolge sehr selten auf.

Das BfArM stellte aber auch klar: „Fluorchinolone sind eine wichtige Behandlungsoption gegen verschiedene Infektionserkrankungen, darunter einige lebensbedrohliche, bei denen andere Antibiotika nicht ausreichend wirksam sind.“

Das könnte Sie auch interessieren
Mitten in der belebten Essener Innenstadt haben maskierte Männer einen Häftling befreit, der in eine Arztpraxis gebracht werden sollte.Matthias Rosenkranz/dpa
Update -

Panorama

zur Merkliste

Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis

Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

Panorama

zur Merkliste

Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter

Der „Zweite Berliner Patient“ wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.