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Trauer um „Dallas“-Star Ken Kercheval

Fernsehen

Donnerstag, 25. April 2019 - 07:36 Uhr

von Von Barbara Munker, dpa

dpa Los Angeles. Als rivalisierende „Dallas“-Ölbarone J.R. Ewing und Cliff Barnes wurden die Schauspieler Larry Hagman und Ken Kercheval berühmt. Hagman starb 2012 mit 81 Jahren, nun ist auch sein früherer TV-Gegenspieler tot.

Mit Ken Kercheval, einem Millionen-Publikum als Cliff Barnes bekannt, ist ein weiterer Star der US-Kultserie „Dallas“ gestorben. Der Tod des 83-jährigen Schauspielers wurde am Mittwoch bekannt.

„Ken starb am Ostersonntagabend in seiner Heimatstadt Clinton in Indiana“, teilte sein Manager Jeff Fisher der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein Begräbnis im Familienkreis sei geplant. Zu der Todesursache machte Fisher keine Angaben.

Berühmt wurde Kercheval durch seine Rolle als Öl-Tycoon Cliff Barnes, der ewig unterlegene Gegenspieler von J.R. Ewing (Larry Hagman), aus der in den 80er Jahren produzierten Hit-Serie „Dallas“. Hagman starb 2012 im Alter von 81 Jahren an Krebs. Ihre Kollegin Barbara Bel Geddes, die als Miss Ellie die gutmütige Mutter von Fiesling J.R. mimte, erlag 2005 einem Krebsleiden.

„Dallas“-Schauspielerin Victoria Principal (69) würdigte Kercheval am Mittwoch als „enorm talentierten“ Kollegen mit schlauem Humor. „Ich hoffe, du, Larry und Barbara schmeißt eine himmlische Party im Texas-Stil! Ruhe in Frieden, lieber Bruder“, schrieb Principal auf Instagram. In der TV-Serie spielte sie Pamela Barnes, die Halbschwester von Kerchevals Figur Cliff Barnes.

„Du wirst immer in meinem Herzen sein“, schrieb Schauspielerin Audrey Landers (62) auf Instagram zu einer „Dallas“-Szene, in der sie als Barnes' Freundin Afton Cooper Abschied nimmt. Sie dankte Kercheval, dass er mit „Dallas“ Geschichte geschrieben habe.

In der Rolle als Ölbaron Barnes hatte er mehr Feinde als Freunde. Mit dem Ewing-Clan lag er stets im Clinch, seinem skrupellosen Erzfeind J.R. stand er an Kampfeslust kaum nach. In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang ununterbrochen. Die 356 Folgen wurden in 67 Sprachen übersetzt und in 90 Ländern ausgestrahlt - so viel wie keine andere US-Serie. Kercheval spielte in allen Staffeln mit, auch bei der späteren Serien-Fortsetzung von 2012 bis 2014 war er dabei.

Der Schauspieler, der seine Karriere am New Yorker Broadway begonnen hatte, wirkte auch in Kino-Filmen wie „The Seven-Ups“ und an der Seite von Sylvester Stallone in „F.I.S.T. - Ein Mann geht seinen Weg“ mit.

Kercheval war starker Raucher. In den 90er Jahren erkrankte er an Lungenkrebs und musste sich einer Operation unterziehen.

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