Nachbarn aus dem Velener Bahnhofshook leben Karnevalstradition
Schon seit 73 Jahren halten die Nachbarn aus dem Bahnhofshook ihre Tradition lebendig: Am Karnevalssamstag ging es wieder zum traditionellen Wurst aufholen. Hoch motiviert waren Jung und Alt dabei, denn die Aktion ist quasi Grundlage für die Erbsensuppe am Rosenmontag.
Die Nachbarn aus dem Bahnhofshook waren zum 73. Mal zusammen Wurst aufholen.
© pd
VELEN. Ohne das traditionelle „Wurstaufholen“ kein Erbsensuppenessen am Rosenmontag – so die Tradition im Bahnhofshook: Auch im 73. Jahr zog der Jung-Bahnhofshook am Karnevalssamstag durch die Nachbarschaft und bewies einmal mehr, wie lebendig gelebtes Brauchtum in Velen ist.
Auf der rund drei Kilometer langen Strecke besuchten die kleinen und großen Teilnehmer etwa 70 Haushalte, berichten die Organisatoren. Mit einem Augenzwinkern und viel Routine übernahm die „Schornsteinfeger“-Rolle in diesem Jahr Carsten Wendler – für ihn ein besonderes Jubiläum, denn bereits vor 25 Jahren war er in dieser Funktion unterwegs. An den Haustüren wurden traditionell die Schuhe gefegt und der bekannte Spruch aufgesagt: „Dir zu Ehren, uns zum Nutzen, will ich dir die Schuhe putzen. Nicht für mich allein, sondern für uns alle soll es sein.“
Im Gegenzug gab es Spenden und Würste für das gemeinsame Erbsensuppenessen, das dann am Rosenmontag im Gasthof „Coesfelder Tor“ stattfand. Anschließend ging es für die Nachbarn, die stolz auf ihre starke Gemeinschaft sind, gemeinsam weiter zum Velener Rosenmontagsumzug.