Feuerwehr im Einsatz: Diesel ist in die Bocholter Aa geflossen
Im Ramsdorfer Gewerbegebiet gab es einen Unfall mit einem Lkw. 200 Liter Diesel sind in den Regenwasserkanal geflossen. Die Feuerwehr hat eine Ölsperre auf der Bocholter Aa errichtet. Die Untere Wasserbehörde beurteilt die Lage.
Auf der Bocholter Aa in Höhe der Schule wurde eine Ölsperre errichtet.
© pd / Feuerwehr
RAMSDORF. Der Löschzug Ramsdorf musste am Montagvormittag auf der Bocholter Aa in Höhe der Paulusstraße eine Ölsperre errichten. Wie Patrick Uebbing, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Velen, berichtet, hatte gegen 9 Uhr ein Lkw im Gewerbegebiet auf dem Südring in Höhe der Firma Bussmann einen Unfall. Beim Rangieren wurde der Tank des Lastwagens beschädigt. Daraufhin liefen etwa 200 bis 250 Liter Diesel in den Regenwasserkanal. Dieser Kanal wiederum mündete aber in der Bocholter Aa.
Auf dem Gewässer hat die Feuerwehr in Höhe der Paulusstraße aktuell eine Ölsperre gesetzt, um eine Verteilung des Diesels zu verhindern. Auch im Gewerbegebiet selbst mussten Kräfte des Löschzugs Ramsdorf den Diesel mit Ölbindemittel binden und beseitigen. Erschwert wurde der Einsatz wegen des Regens, berichtet Uebbing. Das führte dazu, dass der Diesel schnell in den Kanal und Richtung Bocholter Aa floss.
Auch im Gewerbegebiet mussten die Rückstände beseitigt werden.
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Die wasserwirtschaftliche Rufbereitschaft der Unteren Wasserbehörde wurde kurz nach dem Unfall ebenfalls informiert, berichtet der Kreis Borken. Die Feuerwehr hatte zunächst versucht, im Kanal eine Barriere zu setzen. Aufgrund der anhaltenden Niederschläge und der dadurch hohen Abflussmengen ist das Wasser jedoch zügig in Richtung Bocholter Aa abgeflossen; ein Teil des Diesels war zu diesem Zeitpunkt bereits weitergelaufen.
In der Bocholter Aa wurde durch die Feuerwehr vorsorglich direkt am Wehr eine Ölsperre gesetzt, um eventuell nachlaufende Betriebsstoffe zurückzuhalten und eine weitere Ausbreitung zu begrenzen, berichtet der Kreis Borken weiter. Eine spezialisierte Fachfirma für Umwelttechnik habe dann im Gewerbegebiet die Straße gereinigt. Die Abstimmung zwischen dem Lkw-Fahrer, der den Schaden verursacht hatte, sowie Feuerwehr, Kommune und den eingesetzten Fachbetrieben verlief kooperativ.
Der Tank des Lkw wurde bei dem Rangiermanöver aufgerissen.
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Ob der Betriebsstoff vollständig gebunden werden konnte, konnte der Kreis dann gegen Mittag „nur vorläufig bewerten“. Nach aktueller Einschätzung in dieser frühen Phase konnten die eingeleiteten Sofortmaßnahmen die Auswirkungen aber eingrenzen. „Aufgrund der derzeitigen Witterung mit Regen und den entsprechend hohen Durchflussmengen in den Gewässern ist erfahrungsgemäß von einer schnellen Verdünnung auszugehen, sodass nach aktuellem Stand keine relevanten Umweltschäden im Bereich der Bocholter Aa zu erwarten sind“, berichtet die Untere Wasserbehörde. Zudem gibt es m Gewässer auch natürlich vorkommende Mikroorganismen (unter anderem ölabbauende Bakterien), die kleinere Ölschlieren mit der Zeit biologisch abbauen.
„Aufgrund der derzeitigen Witterung mit Regen und den entsprechend hohen Durchflussmengen in den Gewässern ist erfahrungsgemäß von einer schnellen Verdünnung auszugehen.“
Kreis Borken
Die Untere Wasserbehörde will die Lage im Blick behalten und gegebenenfalls nachsteuern, wenn sich doch weitere Auswirkungen zeigen sollten.