Velen

Die „Unverbesserlichen“ feiern 50-jährige (Kegel-)Freundschaft

Seit 50 Jahren sind die „unverbesserlichen“ Kegeldamen eine feste Gemeinschaft – auch abseits der Bahn. Was mit einer lockeren Idee begann, ist längst eine innige Freundschaft, die auch gemeinsame Geburtstage und Reisen umfasst. Die bis heute aktiven Gründungsmitglieder wissen, was sie aneinander haben.

Von Borkener Zeitung

17.03.2026

Bei den Velener Dorfmeisterschaften waren „Die Unverbesserlichen“, Ulla Bergup, Monika Gräber, Mechtild Schulz, Marianne Holstegge, Maria Pohlan (v.l.) und knieend: Hildegard König, auf den Siegerlisten zu finden. In den Jahren 2009 bis 2012 errangen sie jeweils den 1. Platz in der Kategorie Damen.

Bei den Velener Dorfmeisterschaften waren „Die Unverbesserlichen“, Ulla Bergup, Monika Gräber, Mechtild Schulz, Marianne Holstegge, Maria Pohlan (v.l.) und knieend: Hildegard König, auf den Siegerlisten zu finden. In den Jahren 2009 bis 2012 errangen sie jeweils den 1. Platz in der Kategorie Damen.

© pd

VELEN. Der Kegelklub „Die Unverbesserlichen“ feiert in diesen Tagen sein 50-jähriges Bestehen. Was am 24. März 1976 in der Gaststätte „Orangeriekeller“ als lockere Idee unter ehemaligen Schulkameradinnen begann, ist heute – fünf Jahrzehnte später – eine feste Gemeinschaft. Aus gemeinsamen Kegelabenden seien Freundschaften fürs Leben geworden, aus fröhlichen Stunden eine Tradition, die alle bis heute verbindet, so die Frauen.

Seit dem 27. März 1996 – also seit nunmehr 30 Jahren – rollen die Kugeln im Gasthof „Coesfelder Tor“. Auch dieser Ort ist für die Kegelschwestern zu einem Stück Heimat geworden. Von Herzen bedanken sie sich bei Familie Büld und deren Team.

„Wir sind füreinander da – auf der Bahn und privat.“


Ulla Bergup

Von den Gründungsmitgliedern treten Monika Gräber, Hildegard König (Kassiererin seit 50 Jahren), Mechtild Schulz und Ulla Bergup bis heute mit Elan auf die Bahn, ebenso Marianne Holstegge und Maria Pohlan. „Früher war das Kegeln der Höhepunkt des Monats, da wurde noch bis spät in die Nacht diskutiert und gelacht“, erinnert sich die „Kegelmutter“ Ulla Bergup: „Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, ist der Zusammenhalt geblieben. Wir sind füreinander da – auf der Bahn und privat.“

Auch abseits der Bahn gute Freundinnen

Legendär sind da zum Beispiel die Geburtstagsfeste und die Klubausflüge, die die Kegelschwestern unter anderem quer durch Deutschland, nach Mallorca, Gran Canaria, Mittelmeer und Ostsee führten. Bei den jährlichen Pättkesfahrten sowie beim Kroamstuten für die Kinder und später Enkelkinder kam der Spaß auch nicht zu kurz.

Bei den Velener Dorfmeisterschaften waren „Die Unverbesserlichen“ auf den Siegerlisten zu finden. In den Jahren 2009 bis 2012 errangen sie jeweils den 1. Platz in der Kategorie Damen. Ein Höhepunkt war zudem das Jahr 2011, in dem sie sich zusätzlich den Titel „Dorfmeister 2011“ sichern konnten.

Das jährliche Treffen im Dezember ist den „Unverbesserlichen“ besonders wichtig: Beim Glühwein trinken zum Gedenken an die verstorbene Kegelschwester Renate Schildger lachen über alte Geschichten und halten ihr Andenken in Ehren.

Die Kegeldamen hoffen, noch lange gesund und fröhlich gemeinsam „Gut Holz“ rufen zu können.

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