Reken

Rekener Feuerwehr holt Silbermedaille bei der Feuerwehr-Weltmeisterschaft

Das Rekener Team meisterte bei den Feuerwehrwettbewerben in Eisenstadt Hindernisse und Löschangriffe fehlerfrei. Nur fünf Punkte trennten sie von der Goldmedaille.

Von Borkener Zeitung / Christiane Göke

26.07.2026

Fehlerfrei schafften es die Mitglieder der Rekener Feuerwehr durch beide Disziplinen bei der Weltmeisterschaft. Am Ende erhielten sie für ihre Leistung die Silbermedaille.

Fehlerfrei schafften es die Mitglieder der Rekener Feuerwehr durch beide Disziplinen bei der Weltmeisterschaft. Am Ende erhielten sie für ihre Leistung die Silbermedaille.

© pd

REKEN. Bei den 18. Internationalen Feuerwehrwettbewerben des Weltfeuerwehrverbandes CTIF im österreichischen Eisenstadt holte sich das Team aus Reken eine Silbermedaille. Sie belegten Platz 24 von 56 Teams in ihrer Gruppe der Kategorie A. Nach beiden Disziplinen erhielten sie insgesamt 400,86 Punkte. Von der Goldmedaille waren sie damit nicht weit entfernt, lediglich fünf Punkte mehr hätten am Ende auf dem Konto sein müssen.

„Mit einem fehlerfreien Staffellauf sowie null Fehlerpunkten im Löschangriff bewies das Team eindrucksvoll sein Können“, teilte die Feuerwehr mit. Der Internationale Feuerwehrwettbewerb besteht aus zwei Teilen: Beim 400-Meter-Staffellauf müssen die Team-Mitglieder Hindernisse wie einen Schwebebalken, eine Wand und eine lange Röhre durchqueren. Zudem muss das Staffelholz – in diesem Fall ein Strahlrohr – korrekt übergeben werden. Für diese Aufgabe benötigten die Rekener 63,28 Sekunden. Das schnellste Team kam bei dieser Aufgabe aus St. Martin im Mühlkreis (Österreich) und schaffte es ohne Fehler in 50,29 Sekunden.

Eindrücke von der Weltmeisterschaft der Feuerwehren

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Beim Löschangriff werden in Windeseile Saug- und Druckschläuche verlegt. Fehler wie beispielsweise in sich verdrehte Schläuche oder falsche Handgriffe wirken sich negativ auf die Endzeit aus. Auch diese Aufgabe schafften die Rekener fehlerfrei in 35,86 Sekunden. Und das war am Wettkampftag nicht unbedingt üblich. Zahlreiche Feuerwehren sammelten hier fünf bis 70 Fehlerpunkte.

Den Weltmeistertitel holten sich die Mitglieder der österreichischen Feuerwehr Bad Mühllacken. Die Oberösterreicher holten den Sieg mit schnellen Zeiten: 29,97 Sekunden beim Löschangriff und 50,87 Sekunden beim Staffellauf. Die Veranstalter schätzen, dass rund 3000 Fans die knapp 1500 Teilnehmer aus 17 Nationen in Eisenstadt unterstützten, teilt der Deutsche Feuerwehrverband mit.

Vor 25 Jahren Gold für Heiden

In Heiden wurden die Wettkämpfe sehr interessiert verfolgt. Vor genau 25 Jahren war eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Heiden bei den Internationalen Feuerwehrwettbewerben des Weltfeuerwehrverbandes in Finnland dabei und zwar in Kuopio. „Wir hatten damals genau die gleichen Aufgaben, aber die Zeiten sind schon deutlich besser geworden“, erinnert sich Carsten Lohaus, der damals zum Team gehörte. Für den Löschangriff benötigten sie damals rund 45 Sekunden. Bei der jetzigen Meisterschaft gab es einen neuen Weltrekord: In 28,07 Sekunden waren die Mitglieder der Feuerwehr Johannesberg aus der niederösterreichischen Marktgemeinde Asperhofen fertig.

Das Team aus Heiden wurde 2001 von rund 70 Angehörigen und Freunden in den europäischen Norden begleitet. Die Mitglieder der Feuerwehr schliefen gemeinsam mit allen anderen teilnehmenden Teams in einer Schule. Jedes Team hatte seinen eigenen Klassenraum mit Betten. Im Endergebnis schafften sie den sechsten Platz und erhielten damit eine Goldmedaille, die noch heute im Eingang des Feuerwehrgerätehauses zu sehen ist.

Am Sonntag trafen sich die ehemaligen Team-Mitglieder mit Angehörigen und Freunden im Heidener Gerätehaus, um den Erfolg von vor 25 Jahren noch einmal zu feiern.

Am Sonntag trafen sich die ehemaligen Team-Mitglieder mit Angehörigen und Freunden im Heidener Gerätehaus, um den Erfolg von vor 25 Jahren noch einmal zu feiern.

© Göke