Reken

BZ-Podiumsdiskussion in Klein Reken

Die drei Rekener Bürgermeister-Kandidaten, Amtsinhaber Manuel Deitert (CDU), Christoph Sprenger (SPD) und Bruno Hartling (Grüne), haben sich bei der BZ-Podiumsdiskussion eine faire Auseinandersetzung geliefert.

Von Andreas Rentel

04.09.2020

Auf dem BZ-Podium (v. l): BZ-Redaktur Edgar Rabe, Christoph Sprenger, Bruno Hartling, Manuel Deitert und BZ-Redakteur Tim Schulze.

Auf dem BZ-Podium (v. l): BZ-Redaktur Edgar Rabe, Christoph Sprenger, Bruno Hartling, Manuel Deitert und BZ-Redakteur Tim Schulze.

© Rentel

Reken soll nicht unkontrolliert wachsen

KLEIN REKEN. Die drei Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, Amtsinhaber Manuel Deitert (CDU), Christoph Sprenger (SPD) und Bruno Hartling (Grüne) haben am gestrigen Abend im Gasthof Alter Garten ein lebhaftes Gespräch geführt. Moderiert wurde die BZ-Podiumsdiskussion von den Redakteuren Edgar Rabe und Tim Schulze.

Im ersten Themenblock ging es um die Entwicklung der Gemeinde und der Ortsteile. Auf die Frage nach möglichen Verbesserungen im Ort sagte Bruno Hartling, dass es nötig sei, Arbeitsplätze zu schaffen. „Die Schulen sind gut aufgestellt.“ Zur Coronapandemie sagte er: „Das ist eine große Wundertüte, was da noch auf uns zukommt.“

Christoph Sprenger wies auf Verkehrsprobleme in Maria Veen und Groß Reken hin. „Wir müssen mehr Bushaltestellen schaffen“, forderte er. Er plädierte dafür, einen Bauernmarkt zu etablieren, um lokale Waren besser an die Leute zu bringen.

Dorfgemeinschaftshaus für Maria Veen?

Etliche Projekte seien bereits angestoßen worden, sagte Manuel Deitert. Die Dorfstraße in Klein Reken sei ausgebaut worden. In Bahnhof Reken sei die Parksituation nicht gut. „Bahnhof Reken wird mit Abstand am meisten wachsen“, blickte der Amtsinhaber voraus. In Groß Reken gebe es verkehrliche Aufgaben. „Die Bahnübergänge in Maria Veen müssen gemacht werden“, sagte er. Er plädierte für ein ganzheitliches Verkehrssystem, bei dem moderne Technik helfen könne.

Beim Thema Dorfgemeinschaftshaus in Maria Veen waren sich die Kandidaten einig, „Das ist eine gute Sache“, betonte Hartling. Sprenger pflichtete ihm bei: „Ich stimme zu.“

Beim Thema sozialer Wohnungsbau gingen die Meinungen auseinander. Die Gemeinde habe sich bewusst dagegen entschieden, so Deitert. Dieser Wohnungsbau garantiere nicht, dass Rekener eine solche Wohnung bekämen. Zuzug aus dem Ruhrgebiet sei zu hinterfragen. Sprenger sagte: „Wir haben Eigenbedarf.“ Im Ort zu arbeiten, aber sich nur eine Wohnung in Reken leisten zu können, wenn man finanzstark ist, sei problematisch.

Bei der Größenentwicklung der Kommune wollen die Kandidaten die Entwicklung steuern. Reken soll keine Stadt werden, sagte Deitert.

Sprenger verwies auf den dörflichen Charme Rekens, der erhalten bleiben solle. Wo Wachstum nicht zu vermeiden sei, müsse dieses gesteuert werden, so Hartling. Die Kandidaten waren sich einig, dass die jetzige Größe der Kommune ausreiche.

BZ-Podiumsdiskussion in Klein Reken

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