Polizei im Kreis Borken warnt vor zahlreichen Schockanrufen
Im Kreis Borken häufen sich Fälle von Schockanrufen. Betrüger geben sich als Polizeibeamte oder Ärzte aus und haben bereits rund 20 Mal zugeschlagen.
Betrüger überrumpeln oft Senioren mit falschen Behauptungen und kommen so an Geld und Schmuck. Die Polizei warnt davor.
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KREIS BORKEN. In den vergangenen Tagen kam es im Kreis Borken vermehrt zu sogenannten Schockanrufen. Immer wieder gaben sich die Betrüger am Telefon als Polizeibeamte oder Ärzte aus. Insgesamt haben Betroffene in den vergangenen Tagen rund 20 derartige Fälle bei der Polizei gemeldet.
In einem Fall brachten die unbekannten Täter eine Seniorin um hochwertigen Schmuck. Sie behaupteten Ärzte zu sein. Eine nahe Angehörige der Frau sei an Krebs erkrankt und brauche ein teures Medikament. Die Zahlung des angeblichen Heilmittels müsse sie übernehmen. Kurze Zeit später erschien eine Unbekannte auf dem Privatgrundstück der Seniorin. Diese übergab der Betrügerin Schmuck in der Hoffnung, ihrer Angehörigen damit zu helfen, beschreibt die Polizei den Fall.
Neben dem oben genannten Fall komme es auch immer wieder zu Schockanrufen, bei denen sich die Betrüger als Polizeibeamte ausgeben. Sie behaupten typischerweise, dass ein Sohn, eine Tochter oder ein Enkelkind einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, so die Polizei. Dabei sei eine Person ums Leben gekommen. Angebliche Polizeibeamte fordern die Opfer dann auf, eine „Kaution“ zu zahlen.
Die Polizei erklärt weiter, dass diese Fälle beispielhaft zeigten wie systematisch und psychologisch ausgeklügelt die Vorgehensweise der Kriminellen sei: Mit vorgetäuschten Tatsachen versuchten die Täter, ihre Opfer emotional zu überrumpeln.
Bei einem BZ-Talk hat Kriminalhauptkommissar Christoph Wegener zahlreiche Tipps und Hilfestellungen zu diesen Schockanrufen und anderen Betrugsmaschen gegeben. Diese können alle hier nachgelesen werden.