Landwirte im Kreis Borken wollen Herausforderungen annehmen
Die Borkener Fachschule für Agrarwirtschaft der Landwirtschaftskammer NRW verabschiedete 37 Agrarbetriebswirte: Die meisten kommen aus der Region. Zwei Drittel von ihnen wollen in einigen Jahren den elterlichen Hof übernehmen.
Das Zeugnis in der Hand: 37 staatlich geprüfte Agrarbetriebswirte wurden im 133. Jahrgang der Fachschule verabschiedet.
© LWK / Kreisstelle Borken
KREIS BORKEN. Die Borkener Fachschule für Agrarwirtschaft verabschiedete 37 Agrarbetriebswirte. Es war der 133. Jahrgang, der seine Zeugnisse erhielt und in die Berufswelt entlassen wurde, teilt die Schule mit. Die meisten Absolventen stammen aus dem Kreis Borken.
Für besondere Leistungen sind Lena Inhestern aus Reken, Marie Werlemann aus Ahaus, Hanna Brüning aus Heek, Hanne Lenting aus Ahaus, Lars Schulte Kellinghaus aus Dorsten, Jonas Strangemann aus Bottrop und Gerrit Vahnstiege aus Rosendahl ausgezeichnet worden.
Immer noch sei der Beruf des Landwirts „sehr abwechslungsreich, stellt hohe Anforderungen an den Durchhaltewillen und bietet eine große Bandbreite im alltäglichen Tun. Von der Tierproduktion über den Ackerbau bis hin zur Betriebswirtschaft erstrecken sich die Tätigkeiten“, betont die Fachschule.
Alternativen in der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte nehmen zu
Mehr als zwei Drittel der Absolventen übernehmen Aufgaben im elterlichen Betrieb. Sie werden in den nächsten Jahren voraussichtlich den elterlichen Betrieb weiterführen und -entwickeln. Dies bedeute in heutiger Zeit nicht unbedingt weiteres Wachstum. Die Alternativen in der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte würden jedoch zunehmen: Landwirte würden die Milch direkt über die Veredlung in Käse oder Eiscreme vermarkten, Kartoffelanbauer den Lebensmitteleinzelhandel und Schweinemäster direkt Restaurants beliefern. Auch seien interessante Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich vorhanden wie in Zuchtunternehmen, Futtermittelfirmen und lebensmittelverarbeitenden Betrieben.
Der Kreislandwirt des Kreises Recklinghausen, Georg Schulte Althoff, hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Landwirtschaft im westlichen Münsterland hervor. Dabei ging er auf die Bedeutung der Fachschule für die Entwicklung jedes einzelnen Betriebes ein. Die Agrarbetriebswirte hätten Kompetenzen vermittelt bekommen, um Märkte zu analysieren und sich zukunftsorientiert auf Veränderungen einzustellen.
Auch für die nächsten Jahre rechnet die Fachschule für Agrarwirtschaft mit weiterhin stabilen Zahlen. Für das kommende Schuljahr haben sich 40 Interessenten angemeldet.
Die Absolventen
Klasse FS II A: Jan Bünker, Dülmen; Lena Göring, Borken; Hannah Charlotte Grasmann, Rosendahl; Tobias Heiming, Reken; Christian Hinzelmann, Borken; Till Honermann, Legden; Lena Inhestern, Reken; Lea-Marie Kaiser, Rosendahl; Ines Kreickmann, Warendorf-Hoetmar; Jonas Kettler, Rosendahl; Patrick Lütke Vestert, Heek; Jörn Pennings, Velen-Ramsdorf; Theo Post, Sendenhorst; Jonas Rademacher, Duisburg; Nele Schmäh, Hamminkeln; Lukas Schulze Kalthoff, Rosendahl; Franzis Schulze Eißing, Heek.
Klasse FS II B: Thomas Bernsmann, Rhede; Tim Bitter, Schöppingen; Sebastian Blömer, Horstmar-Leer; Charlotte Brinner, Wettringen; Hanna Brüning, Heek; Alexander Haick, Borken; Daniel Herding, Ochtrup; Alexandra Krey, Oberhausen; Hanne Lenting, Ahaus; Jan-Henrik Marpert, Ahaus-Wüllen; Leon Meyer, Gronau; Vivien Rathmann, Reken; Lars Schulte-Kellinghaus, Dorsten; Jonas Strangemann, Bottrop; Luis Terlinden, Kevelaer; Gerrit Vahnstiege, Rosendahl; Lena Vogler, Wülfrath; Marie Werlemann, Ahaus-Wüllen; Jannis Wesseler, Vreden; Michael Wildenhues, Heek.