Geflügelpest grassiert auch im Kreis Borken unter Wildgänsen
Seit November grassiert die Geflügelpest (Aviäre Influenza). Die Infektionskrankheit – umgangssprachlich Vogelgrippe genannt – ist auch im hiesigen Raum weiterhin aktiv, insbesondere entlang der Bocholter Aa im Süden des Kreises Borken. Das gibt es zu beachten.
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BORKEN/KREIS. Aktuell wird ein erhöhtes Vorkommen von verendeten Wildgänsen beobachtet, das in erster Linie auf den kürzlich stattgefundenen Wildvogelzug zurückgeführt werden kann. Geflügelhaltungen im Kreis wurden bisher – insbesondere auch durch die gute Biosicherheit in den Betrieben – glücklicherweise von der für die Vögel in der Regel tödlich verlaufenden Infektion, mit großen wirtschaftlichen Folgen verschont. Das teilt jetzt das Kreisveterinäramt mit.
Das gibt es zu beachten
Wer verendete oder offensichtlich kranke Wildgänse oder andere Vögel in der Natur beobachten, sollte Folgendes beachten: Verendete Tiere dürfen in der Natur belassen werden. Eine Meldung ist nicht erforderlich. Für die innerstädtischen/innerörtlichen Gebiete stehen in Ausnahmefällen die jeweiligen Ordnungsämter als Ansprechpartner zur Verfügung. Einzelne verendete Vögel im privaten Raum (Garten) können in einer Plastiktüte über den Restmüll entsorgt werden. Allerdings sollten dabei die nötigen Hygienemaßnahmen ergriffen werden (Einmalhandschuhe, medizinischer Mundschutz oder FFP-2-Maske und gründliches Händewaschen im Anschluss). Lebende, aber offensichtlich kranke Tiere sollten ebenfalls vor Ort belassen werden. Bei jagdbarem Wild wie Graugänsen, Fasanen, und Stockenten sollte die Untere Jagdbehörde des Kreises Borken (Tel. 02861/681-3010) verständigt werden.
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