Kreis Borken

Bocholter bedroht Polizisten mit Stuhl

Bundespolizisten haben am 19. Oktober im Essener Hauptbahnhof einen 44-Jährigen aus Bocholt festgenommen. In seinem Rucksack sind sechs Autoschlüssel, Kennzeichen und Einbruchswerkzeug gefunden worden; nun ermittelt die Bundespolizei.

Von Moritz van der Sande

20.10.2026

Bocholter bedroht Polizisten mit Stuhl

© Marcus Brandt/dpa

BOCHOLT/ESSEN. Ein Bocholter hat am Montagmorgen, 19. Oktober, im Essener Hauptbahnhof einen Polizeieinsatz ausgelöst. Bundespolizisten fanden in seinem Rucksack sechs Autoschlüssel, einen Garagenöffner und Werkzeug, mit dem man in Fahrzeuge einbrechen kann. Später soll der 44-Jährige die Polizisten bedroht und beleidigt und sich mit einem Stuhl gegen seine Festnahme gewehrt haben.

Kennzeichen führen zur Kontrolle

Gegen 10.10 Uhr bemerkten die Polizisten den Mann, weil er lautstark im Hauptbahnhof schrie. Bei der Kontrolle ragten mehrere amtliche Kennzeichen aus seinem Rucksack. Der Bocholter erklärte, er habe sie für seinen Bruder abgeholt.

Die Daten zu den Kennzeichen stimmten laut Bundespolizei jedoch nicht mit den Angaben zu seinem Bruder überein. Deshalb nahmen die Beamten den 44-Jährigen mit auf die Wache. Bei der Durchsuchung fanden sie dort die Autoschlüssel, den Garagenöffner und weiteres Werkzeug.

Stuhl gegen die Beamten erhoben

Damit war der Einsatz noch nicht vorbei. Nach Angaben der Bundespolizei beleidigte der Mann die Polizisten mehrfach. Als sie ihn fragten, ob er Drogen genommen habe, soll er die Beamten bedroht haben. Danach griff er nach einem Stuhl, hob ihn hoch und hielt ihn den Polizisten entgegen. Erst nach mehreren Aufforderungen stellte er ihn wieder ab. Später wehrte sich der Bocholter auf der Wache erneut gegen die Beamten. Er verschränkte die Arme und ließ sich nicht greifen. Deshalb brachten die Polizisten ihn zu Boden. Auch dabei soll er sich heftig gewehrt haben.

Ein Atemalkoholtest ergab 0,0 Promille. Zu den Vorwürfen wollte sich der Bocholter nicht äußern. Die Polizei Essen übernahm den Mann. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Verdachts des besonders schweren Diebstahls, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung.

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