Zweites Pony gerissen
Erneut ist ein Pony im Wolfsgebiet Schermbeck angegriffen und getötet worden. Das Bürgerforum Gahlen Wolf geht aufgrund der Umstände dieses Angriffs davon aus, dass mehrere Wölfe das Pony attackiert haben.
Ob Wölfin Gloria das Pony mit weiteren Wölfen angegriffen hat, steht noch nicht fest.
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Bürgerforum vermutet Wölfe als Angreifer
ERLE/SCHERMBECK. In der Nacht zum 4. Januar wurde das zweite Pony im Schermbecker Wolfsgebiet gerissen. Das teilt das Bürgerforum Gahlen Wolf mit. Wie bei einem Pony in Kirchhellen, das Ende Oktober tot auf einer Weide gefunden wurde (die BZ berichtete), sei das Tier durch einen Kehlbiss getötet und erneut rund acht Meter über die Wiese gezogen worden, heißt es. Allerdings gebe es laut Bürgerforum keinen Herdenschutz für Großtiere, also keine Vorgaben des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) für Pferde, Rinder und Ponys, die eingehalten werden müssten.
Kadaver über eine Weide geschleppt
Wegen der gefressenen Fleischmenge (etwa 20 Kilogramm) und des Verschleppens des rund 150 Kilogramm schweren Tierkadavers gehe das Bürgerforum davon aus, dass mehrere Wölfe an dem Riss beteiligt waren, so Eckhard Vornbrock vom Bürgerforum Gahlen Wolf. Das getötete Shetlandpony habe auf einer Weide gestanden, die 20 Meter von den nächsten Wohnhäusern entfernt ist. Vertreter des Lanuv waren vor Ort und haben Proben für eine Analyse entnommen. Wie berichtet, hatte das Amt bestätigt, dass in einem Wald in Hünxe drei Wölfe von einer Fotofalle fotografiert wurden.