Verband fordert eine sachliche Bewertung
Das inzwischen von einem Wolfsrudel im Wolfsgebiet Schermbeck ausgegangen wird, ruft den Präsidenten des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes auf den Plan. Er fordert eine sachliche Bewertung dieser neuen Situation.
Das Thema Wolf sorgt weiter für Streitstoff.
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„Bei einem Wolfsrudel stellen sich neue Fragen“
ERLE/SCHERMBECK Auf das Konto der Wölfin Gloria gehen seit Herbst 2018 mindestens 78 getötete und verletzte Schafe sowie 14 Stück Damwild. Mit jetzt drei Tieren gilt die Wolfsfamilie als Rudel – Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) erläutert in einer Pressemitteilung die Sorgen der Landwirte.
Antrag wurde abgelehnt
Der Entnahmeantrag eines Schafhalters – vorangegangen war ein Riss auf einer Weide, die nach erster Einschätzung auch des Ministeriums mit einem empfohlenen Herdenschutz gesichert war – sei vom Kreis Wesel in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium abgelehnt worden, so Conzen. Mit dem Nachweis eines Rudels stellten sich aus Sicht der Tierhalter aber neue Fragen: Wird ein Rudel anders jagen als ein Einzeltier? Lernen die Wölfe voneinander, Zäune zu überspringen? Verlieren die Tiere die Scheu vor dem Menschen? Conzen fordert daher eine sachliche Bewerten der Situation.
Nicht nur auf Herdenschutz verweisen
Nach Auffassung des RLV ist es mit Hinweisen auf Herdenschutzmaßnahmen, wie Schutzzäune, nicht getan, zumal nur die Materialkosten gefördert werden. Und: Herdenschutzhunde seien kräftige Tiere und nicht für jeden Halter geeignet. In falschen oder unerfahrenen Händen könne es gefährlich werden. Erfahrungen aus Niedersachsen zeigten, dass Problemwölfe konsequent entnommen werden müssen. Das dortige Oberverwaltungsgericht habe erst kürzlich eine entsprechende Abschussgenehmigung bestätigt. Zudem sollten nach Meinung des Verbands Lösungsansätze anderer Mitgliedstaaten auch in Deutschland berücksichtigt werden.www.wolf.nrw.de
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