Unter der Eiche tagt das Femegericht
Zur einer traditionellen Femegerichts-Verhandlung lädt das Bildungswerk am 24. Mai ein. Dafür können die Organisatoren für diese Veranstaltung zum ersten Mal den neu gestalteten Femeichenpark am Ekhornsloh nutzen.
Schwert und Strick symbolisieren auf dem Stein vor der Eiche die Femegerichtsbarkeit.
© BZ-Archiv
RAESFELD. Zum Gerichtstag an der Femeiche in Erle lädt das Bildungswerk ein. Die Teilnehmer sollen lebendige Geschichte erleben, heißt es in einer Ankündigung. Der Freigraf zu Erle und sein Schultheiß werden die Verhandlung leiten. Diese Veranstaltung soll die Teilnehmer in die faszinierende Welt der mittelalterlichen Rechtspflege und Tradition mitnehmen.
Dieses historische Ereignis verspreche eine spannende Reise in die Rechtsgeschichte unserer westfälischen Region. Gemäß den Vorgaben des Sachsenspielgels musste der Freigraf, unterstützt von seinem Schultheiß, alle 18 Wochen ein Femegericht einberufen. Die Schöffen, die aus den Reihen der Teilnehmer kommen, müssen auf einem Schwert einen feierlichen Verschwiegenheits-Eid ablegen.
Zu Beginn gebe es „hochgeistige Getränke und feine Konfektbrötchen“, da auf das Gericht eventuell langwierige Verhandlungen zukommen. Der Freigraf eröffnet die Verhandlung, und sie endet mit der Verkündung des Urteils und der sofortigen Vollstreckung.
Das Bildungswerk Raesfeld bietet diese Veranstaltung am Samstag, den 24. Mai, von 15 bis 16.30 Uhr an. Treffpunkt ist die Femeiche in Erle, Ekhornsloh. Die Teilnahme kostet 20 Euro inklusive Getränken und Brötchen. Für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre ist die Teilnahme kostenlos. Anmeldungen unter Tel. 02865/10073 oder unter www.bw-raesfeld.de bis Montag, 19. Mai.
Zudem bietet der Heimatverein Erle Führungen an der Femeiche und im Heimathaus an. Der erste Termin in diesem Jahr war am 4. Mai. Jeweils am ersten Sonntag im Monat von Mai bis Oktober gibt es in der Regel ab 15 Uhr diese Führungen. Anmeldungen unter info@heimatverein-erle.de.