Unbekannter Rüde im Wolfsgebiet Schermbeck
Für das Wolfsgebiet Schermbeck wurde ein weiterer Wolf nachgewiesen. Dabei handelt es sich um einen Rüden, der zuvor unbekannt war. Er hat nun die Kennung GW3616m erhalten. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) teilte nun die Ergebnisse von Untersuchungen mit.
Ein neuer Rüde wurde im Wolfsgebiet nachgewiesen. Andere Tiere gelten dagegen als verschollen.
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Neuer Wolf nachgewiesen
RAESFELD/SCHERMBECK. Demnach wurden bereits am 9. Juni zwei Losungen im Bereich Kirchhellen gefunden. Diese wurden an das Senckenberg Forschungsinstitut Gelnhausen geschickt. Dort wurde festgestellt, dass der männliche Wolf zwar im Kerngebiet des Schermbecker Rudels nachgewiesen werden kann, aber nicht mit diesem verwandt ist.
Das Tier wurde in Kirchhellen erstmalig genetisch erfasst und kann keinem Herkunftsterritorium zugeordnet werden. Klar ist aber, dass es der in Deutschland typischen mitteleuropäischen Flachlandpopulation entstammt, teilt das Lanuv weiter mit. Das Alter des Rüden kann nicht bestimmt werden.
Einige Wölfe gelten als verschollen
Während nun ein neuer Wolf nachgewiesen werden konnte, gelten einige Wölfe schon seit längerer Zeit als verschollen. So datiert der letzte Nachweis des territorialen Rüden (GW1587m) im Rudel Schermbeck vom 30. Januar 2022. In dem Jahr konnte bestätigt werden, dass er der Vater der dortigen Nachkommen ist. Bislang steht nicht mit Gewissheit fest, ob das neue Männchen (GW3616m) den alten Rüden (GW1587m) abgelöst hat und nun gemeinsam mit der Fähe (GW954f) das Territorium besetzt. Bei dieser handelt es sich um die Fähe, die unter dem Namen Gloria bekannt geworden ist. Aber auch diese wurde seit Monaten nicht mehr genetisch erfasst (letzter Nachweis: 13. März 2023) und für das Jahr 2023 liegen bislang keine Hinweise auf eine Reproduktion vor.
Warum aktuell mehrere Wölfe nicht nachgewiesen werden können, ist den Mitarbeitern des Lanuv noch ein Rätsel. Es könnten Auseinandersetzungen zwischen den Tieren sein oder natürliche Todesumstände. Dazu gehören:
• Die Fähe (GW1415f) des Leuscheider Rudels: Genetische Untersuchungen lassen darauf schließen, dass sie durch eine ihrer Töchter (GW1999f) ersetzt wurde.
• Der Wolfsrüde (GW2347m) aus der Hohen Mark: Zuletzt wurde ein anderer Rüde mit der Kennung GW3150m in dem Territorium nachgewiesen.
• Die Fähe GW2890f war im vergangenen Jahr im Begriff, zusammen mit dem Rüden GW2889m das Territorium Dämmerwald-Üfter Mark zu begründen. Ihr letzter Nachweis stammt aus September 2022.
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