Umweltministerium prüft Nutztierrisse im Wolfsgebiet
Das NRW-Umweltministerium prüft derzeit intensiv die Häufung aktueller Nutztierrisse im Wolfsgebiet Schermbeck und einen möglichen Zusammenhang mit der Wölfin GW954f. Dies auch vor dem Hintergrund einer aktuellen neuen Gesetzgebung des Bundes zum Umgang mit potentiell problematischen Wölfen, teilt das Ministerium mit.
Wölfin GW954f ist an der Grenze von Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland heimisch geworden. (Symbolbild)
© Swen Pförtner
Zone Schermbeck im Blick
SCHERMBECK/RAESFEL.D„Sollte sich herausstellen, dass bei den aktuellen Rissen erneut die Wölfin GW 954f beteiligt war und in den Haltungen der empfohlene erweiterte Herdenschutz umgesetzt wurde, werden wir dies im Lichte der neuen Gesetzgebung des Bundes erneut bewerten“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.
Weiteres Schaf gerissen
In der Nacht von Donnerstag, 19. auf den 20. Dezember gab es im Wolfsgebiet Schermbeck einen weiteren Nutztierverlust. Ein Schaf wurde bei Hünxe gerissen. Zurzeit wird der Riss durch das Landesumweltamt (LANUV) geprüft und bewertet, Genetikproben wurden am Donnerstag binnen 24 Stunden nach dem Rissereignis genommen. In die Gesamtbewertung fließen auch die ebenfalls noch ausstehenden abschließenden Prüfungen und Bewertungen der Nutztierrisse im November im Wolfsgebiet Schermbeck ein.
Gesetz beschlossen
Am Donnerstag hatte der Deutsche Bundestag ein Gesetz beschlossen, wonach die Prüfkriterien für eine potenzielle Entnahme problematischer Wölfe zum Schutz von Schafen und anderen Weidetieren in Deutschland gelockert wurden. Die Neuregelung des Bundestags gibt vor, dass unter bestimmten Bedingungen bereits „ernste wirtschaftliche Schäden“ für eine Bewertung eines auffälligen Wolfes relevant sind und Grundlage für eine mögliche Entnahme darstellen könnten. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybride, sollen entnommen werden.Zum Thema
© Swen Pförtner