Raesfeld

Segensstation St. Martin in Raesfeld ist restauriert

Die Segensstation St. Martin in Raesfeld ist nach Reparaturarbeiten wieder in neuem Glanz zu sehen. Ehrenamtliche der Kolpingsfamilie Raesfeld haben die Arbeiten durchgeführt. Die Kolpingsfamilien Raesfeld und Erle treffen sich dort am 27. Mai zu einer Maiandacht.

Von Borkener Zeitung

12.05.2026

Klemens Osterholt, Restaurator im Maurerhandwerk, hat an der Segensstation St. Martin gearbeitet.

Klemens Osterholt, Restaurator im Maurerhandwerk, hat an der Segensstation St. Martin gearbeitet.

© pd

RAESFELD. Die Segensstation St. Martin am Hof Roring im Roringshook erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz. Die Witterung hatte im Lauf der Jahre ihre Spuren hinterlassen, so dass eine Reparatur nötig wurde. Klemens Osterholt, Werner Nagel und Werner Heisterklaus haben die erforderlichen Arbeiten laut einer Mitteilung der Kolpingsfamilie Raesfeld ausgeführt. Rund zwei Wochenenden haben sie in die Arbeiten investiert.

Die Segensstation St. Martin wurde im September 1935 eingeweiht. Anlass war seinerzeit das 25-jährige Bestehen der Raesfelder Kolpingfamilie. Der Bildstock hat eine Höhe von 3,5 Metern und eine Gesamtbreite von fünf Metern, der Aufbau besteht aus Bruchsteinen und Klinker. Das Relief aus Muschelkalk mit dem Bild vom Heiligen Martin, der seinen Mantel teilt, hat der gebürtige Raesfelder Bildhauer Josef Meinert in München gefertigt. Der Hofeigentümer Roring stellte die Fläche für die neue Station zur Verfügung und spendete Bruchsteine aus dem Keller seines Hauses, das nach einem Brand zerstört war. Den Bauplan hat Architekt Ostendorf angefertigt, der damals auch die Bauaufsicht übernahm.

Werner Heisterklaus hat den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen an der Segensstation entfernt.

Werner Heisterklaus hat den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen an der Segensstation entfernt.

© pd

In den 1960er Jahren wurde - bedingt durch die Flurbereinigung - die Station von einer öffentlichen Zufahrt abgeschnitten. Das Denkmal liegt heute direkt an der Umgehungsstraße (B 70). Die Umgebung verfiel und verödete, das Bauwerk zerfiel. Im Jahr 1992 - die Kolpingfamilie feierte ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum - wurde die inzwischen stark verwitterte Station restauriert und als „zeitgeschichtliches Denkmal“ unter Denkmalschutz gestellt.

„In den 1960er Jahren wurde die Station von einer öffentlichen Zufahrt abgeschnitten.“


Kolpingsfamilie Raesfeld

Im Mai 2001 sei die ehemalige Fronleichnamsstation nach einer Neugestaltung erneut eingesegnet worden, heißt es weiter. Seither ist auf der Rückseite der Station (zum Hof Roring) ein Bildrelief „Maria Himmelskönigin“ und ein Kreuz zu sehen, die von dem Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken geschaffen wurden.

So sieht die Segensstation St. Martin von der B70 aus gesehen aus.

So sieht die Segensstation St. Martin von der B70 aus gesehen aus.

© pd

Aber der Zahn der Zeit nagte weiter am Denkmal, so dass jetzt einige Schäden repariert werden mussten, die durch Witterungseinflüsse entstanden waren. Entsprechend den Vorgaben der Denkmalbehörde wurden abgefallene und gerissene Fliesen ersetzt und die Fugen erneuert. Die Arbeiten wurden von Klemens Osterholt aus Weseke, Restaurator im Maurerhandwerk, und Werner Nagel von der Kolpingsfamilie Raesfeld ausgeführt.

Werner Heisterklaus, ebenfalls in der Kolpingsfamilie aktiv, entfernte den Bewuchs zwischen den Bruchsteinen auf dem Boden. Auch die Hinweistafel an der Heidener Straße / Roringshook erhielt durch ihn einen neuen Anstrich. Die Kosten trägt die Kolpingsfamilie, erklärt deren Schriftführer Richard Beering auf Nachfrage. Da die Leistungen aber überwiegend ehrenamtlich erfolgt seien, seien die Kosten überschaubar und von der Kolpingsfamilie zu stemmen gewesen.

Klemens Osterholt und Werner Nagel (v. l.) haben die Segensstation repariert.

Klemens Osterholt und Werner Nagel (v. l.) haben die Segensstation repariert.

© pd

Da die Segensstation jetzt wieder in neuem Glanz erstrahlt, laden die Kolpingsfamilien Raesfeld und Erle nicht nur ihre Mitglieder zu einer Maiandacht in den Roringshook ein. Beginn ist am Mittwoch, 27. Mai, um 18 Uhr. Teilnehmer aus Erle, die mit dem Fahrrad kommen möchten, treffen sich zur Abfahrt um 17.15 Uhr am neuen Dorfplatz am Dorfgemeinschaftshaus Hub.

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