Schulstandorte in der Gemeinde erhalten
Die Zukunft der beiden Grundschulstandorte ist bis auf weiteres gesichert. Um den Teilstandort der Gesamtschule zu stärken, setzen die Parteien unter anderem auf eine Stabilisierung der Anmeldezahlen.
Der Teilstandort der Julia-Koppers-Gesamtschule und die auslaufende Alexanderschule teilen sich die Gebäude in Raesfeld.
© Lilly Schmidt
RAESFELD/SCHERMBECK. Schulen sind ein entscheidender Standortfaktor für Kommunen. In Raesfeld stehen die beiden Grundschulstandorte nicht in Frage. Die Anmeldezahlen bei der St.-Sebastianschule in Raesfeld und der Silvesterschule in Erle sind im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 relativ stabil.
Die Silvesterschule pendele zwischen der Ein- und der Zweizügigkeit, erklärt Schulleiter Thomas Schlüter. Da zwischen 120 und 130 Jungen und Mädchen unterrichtet werden, werde die gesetzlich vorgeschriebene Mindestschülerzahl erreicht, ergänzt er. 31 Kinder wurden in diesem Jahr angemeldet, 27 waren es im Jahr 2018, aber 40 Kinder im Jahr 2017.
Schulleiterstelle in Erle nicht besetzt
Problematisch, so Schlüter weiter, sei es eher, dass die Schulleiterstelle in Erle nach wie vor unbesetzt ist. Seit fünf Jahren leitet er die Schule kommissarisch. Inzwischen habe sich die Situation eingespielt, erklärt er. Auch, weil inzwischen zehn Lehrer an beiden Schulen unterrichten. Von der Schulpflegschaft gebe es positive Rückmeldungen.
Am Standort Raesfeld sieht die Situation so aus: 75 Erstklässler wurden in der Vorwoche eingeschult. Im Vorjahr waren es sogar 96 Kinder, im Jahr 2016 72 Jungen und Mädchen. Schlüter lobt die Zusammenarbeit mit der Gemeinde: „Das funktioniert sehr gut.“ Derzeit arbeiten die Kollegien daran, das Thema Digitalisierung an beiden Standorten voranzubringen. Es werde ein Vorschlag erarbeitet, um die Kosten, einen Ausbau und eine mögliche Förderung zu konkretisieren.
Anmeldezahlen haben sich stabilisiert
Die Anmeldezahlen am Dependance-Standort der Julia-Koppers-Gesamtschule sind seit dem Start 2016 gestiegen und seitdem konstant. 54 Kinder wurden im Jahr 2016 angemeldet, 2018 waren es 72 und in diesem Jahr 74. Susanne Ebber, die stellvertretende Leiterin der Gesamtschule, erklärt: Die Gemeinde Raesfeld unterstütze die Schule „sehr gut“. Sie verweist auf den geplanten Umbau der Mensa und die Umgestaltung des Schulgeländes (BZ berichtete). Sie betont: „Es passiert eine Menge.“ Aber mit Blick auf die auslaufende Alexanderschule sieht Ebber Handlungsbedarf bei einigen Fachräumen, die modernisiert werden sollen. Das betreffe die Fächer Hauswirtschaft, Technik, Musik und Informatik. Sie betont: „Da muss etwas passieren.“ Derzeit spreche die Schule mit der Gemeindeverwaltung über das Thema. Wunsch der Schule sei es, dass die örtliche Politik das Projekt unterstützt. Nach Signalen aus der Gemeinde sei die Schule zuversichtlich, dass der Rat das Vorhaben bewilligen werde, so Ebber.
Anmeldungen bei der Gesamtschule Schermbeck
„Der Zuspruch der Eltern ist da“, sagt Norbert Hohmann, der Leiter der Gesamtschule Schermbeck, über die Anmeldezahlen. 1113 Kinder und Jugendliche lernen an der Schule, die 1989 aus einer Hauptschule gegründet wurde. 93 Schüler kommen aktuell aus Raesfeld, „über alle Jahrgänge verteilt“, ergänzt Hohmann. Das sei eine Zahl, „über die wir uns freuen“.
Die Gründung der Julia-Koppers-Gesamtschule habe sich auf die Entwicklung des Schermbecker Standorts nicht ausgewirkt. „Das ist eine gute Größe. Das passt schon“, sagt er über die aktuelle Schülerzahl. Im Regierungsbezirk Düsseldorf gibt es nur wenige Kommunen von der Größe Schermbecks (rund 13.600 Einwohner), die eine so große weiterführende Schule haben. Hohmann sagt generell zur weiteren Entwicklung: „Wir stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.“

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Die Gesamtschule Schermbeck bekommt Anmeldungen aus der Nachbargemeinde Raesfeld.
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