Raesfelder wollen zu Hause alt werden
Um das Thema Zukunft des Wohnens ging es bei der vierten Frage der Woche. Mit ihren Antworten beteiligen sich die Teilnehmer am Prozess der Dorfentwicklung in Raesfeld.
Das Thema Wohnen (im Bild das Baugebiet Stockbreede) ist den Raesfeldern wichtig.
© Gillitzer
Ergebnisse der vierten Online-Frage der Woche
RAESFELD Um das Thema Zukunft des Wohnens ging es bei der vierten Online-Frage der Woche. Das Projektbüro Frauns stellt die Ergebnisse vor.
Alt werden in den eigenen vier Wänden: Der größte Teil der Befragten (mehr als 60 Prozent) möchte auch im Alter in der jetzigen Wohnung/Haus leben. Wichtigster Grund dafür sei der hohe Wohlfühlfaktor, heißt es. Die Menschen schätzten ihr vertrautes Umfeld und erfreuten sich an den sozialen Kontakten in der Nachbarschaft. Zudem lobten sie die günstige und gute Lage ihrer Wohnung und ihres Hauses. Teilweise seien die Befragten auch Eigentümer der Immobilien und dadurch zusätzlich damit verbunden. Um die eigene Vorstellung zu verwirklichen, im Alter im jetzigen Wohnumfeld leben zu können, haben einige Raesfelder bereits Vorkehrungen getroffen. Teilweise sind Häuser und Wohnungen altersgerecht umgebaut worden oder können mit wenig Aufwand entsprechend vorbereitet werden. Dazu zählen der Einbau eines Treppenliftes oder barrierefreie WCs und Badezimmer. Falls es trotz aller Vorkehrungen nicht mit dem Wohnen am jetzigen Ort gelinge, möchte ein Großteil der Befragten „auf jeden Fall in Raesfeld bleiben“, heißt es weiter.
Die Gesundheit als Unsicherheitsfaktor
Künftige Herausforderungen: Die größte Herausforderung, die vom Wohnen im Alter im derzeitigen Domizil abhalten könne, sei die eigene Gesundheit, so ein weiteres Ergebnis. Vieles hänge nach Ansicht der Befragten von diesem entscheidenden, aber schlecht „planbaren“ Faktor ab. Bei schlechter Gesundheit werde der Aufwand für die Unterhaltung von Wohnungen und Häusern samt Grundstücken zu schwierig. Einige Befragte sehen im drohenden Mangel an (Fach-)Ärzten im ländlichen Raum ein weiteres Problem.
Kleine, günstige Wohnungen
Wohnraum für Jung und Alt: Um in den nächsten Jahren passenden Wohnraum für junge und ältere Menschen in Raesfeld anbieten zu können, spielen nach Ansicht der Befragten zwei Faktoren eine wichtige Rolle: So müssten kleinere, günstige Wohnungen gebaut werden, zum Beispiel für junge Paare. Ferner sei eine bessere Abstimmung zwischen verkaufswilligen, älteren Eigentümern und kaufinteressierten jungen Familien vorteilhaft, die sich im Ort niederlassen möchten. Dadurch könnten ältere, große Immobilien vor Leerstand bewahrt und sinnvoll genutzt werden. Außerdem werde vielen älteren Menschen durch den Verkauf der Umzug in altersgerechte Immobilien oder ins betreute Wohnen ermöglicht, so ein weiterer Vorteil.
Fazit: „Das Thema „Wohnen“ spielt in Raesfeld eine wichtige Rolle.“ Der größte Wunsch sei es, in den eigenen vier Wänden alt zu werden und dabei soziale Kontakte zu genießen.
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