Raesfeld

Raesfelder Trauerhelfer suchen eine feste Bleibe

Die Mitglieder des Vereins „Trauerhalt“ möchten für trauernde Menschen Anlaufstelle sein. Der Verein ist bald ein Jahr alt und möchte sein Angebot nun erweitern und ist vor allem auf der Suche nach einer festen Bleibe.

Von Borkener Zeitung / pd

21.07.2023

Der Vorstand der Vereins Trauerhalt ist auf der Suche nach einer festen Bleibe und möchte mittelfristig eine Trauerbegleiterin engagieren.

Der Vorstand der Vereins Trauerhalt ist auf der Suche nach einer festen Bleibe und möchte mittelfristig eine Trauerbegleiterin engagieren.

© pd

Der bald einjährige Verein Trauerhalt bietet neue Veranstaltungen an

RAESFELD. „Wir möchten jetzt gerne eigene Räumlichkeiten einrichten, um Trauernden eine ‚Haltestelle‘ zu bieten. Dort sollen zunächst noch mehr Gruppentreffen für Trauernde stattfinden. Auch Vorträge und Informationsveranstaltungen sind in der Planung sowie Beratung von Einrichtungen, Schulen oder auch Arbeitgebern zum Thema ‚Umgang mit Trauer‘“, berichtet Judith Kolschen, Mitgründerin des Vereins und beratend im Vorstand tätig.

Konkret sucht der Verein eine kleine ausgebaute Scheune, eine Wohnung, ein Geschäftslokal, in dem man einen großen Gruppenraum einrichten kann sowie eventuell zusätzlich einen kleines Beratungsbüro. Eine kleine Teeküche sowie Toiletten würden benötigt und wünschenswert, vielleicht ein Innenhof, Garten oder größerer Kellerraum, in dem kreativ gearbeitet werden könne, schreibt der Verein. In und um Borken wäre der ideale Standort.

Über Unterstützung dankbar

„Wir sind für jede Unterstützung dankbar, sowohl was Tipps zu Räumlichkeiten angeht, als auch natürlich finanzielle Hilfen wie Spenden, Fördermitgliedschaften oder Sachspenden wie beispielsweise Küchenmöbel, wenn es konkret wird,“ so Kolschen.

Der Verein plant zudem, eine Trauerbegleiterin fest anzustellen, um auch Einzelbegleitungen möglich zu machen. Allerdings müsse der Verein dafür noch eine stabile finanzielle Grundlage schaffen, sagt Kolschen. „Hier stehen wir noch am Anfang, sind aber bereits aktiv bei der Suche nach Fördermöglichkeiten. Vielleicht findet sich ja eine Stiftung, ein Sponsor, der bereit ist, eine (Teilzeit-) Stelle für die ersten zwei Jahre zu finanzieren. Damit wäre uns schon sehr geholfen.“

Trauer geht uns alle an; qualifizierte Begleitung hilft in schwierigen Fällen und hat einen großen präventiven Nutzen, gerade auch spezialisierte Angebote wie Gruppen für Angehörige nach Suizid, Trauernde Kinder, Jugendliche oder Eltern usw.“

Wer weitere Informationen zum Verein benötigt, wer spenden möchte oder vielleicht sogar ein geeignetes Objekt vermieten könnte, kann sich beim Verein per E-Mail an info@trauer-halt.de und unter Tel. 0179/6726590 melden. Ansprechpartnerin ist Judith Kolschen.

Angebote des Vereins

Für Großeltern verstorbener Enkelkinder folgt am Freitag, 8. September, von 15 bis 18 Uhr im Bildungswerk Raesfeld, Villa Becker ein weiterer Workshop. Ein Seminar für Trauernde nach dem Suizid eines geliebten Menschen läuft seit März monatlich. Der Verein bietet zudem die Möglichkeit, ebenfalls beim sogenannten Trauerwandern teilzunehmen. Die nächsten Termine dafür sind am Samstag, 19. August und am Samstag, 11. November, jeweils ab 14 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz am „Forellenhof“ in Gemen, Zum Homborn 13. Nähere Infos oder die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es über das Trauerhalt-Handy (0179/ 6726590 und per E-Mail an info@trauer-halt.de.

Raesfelder Trauerhelfer suchen eine feste Bleibe

© pd

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