Raesfeld

Raesfelder Awo will, dass sich Menschen begegnen

Der Awo-Ortsverein Raesfeld präsentiert sein Programm für das weitere Jahr 2026. Mit einem vielfältigen Mix aus Bewegung, Musik und geselligem Beisammensein will der Verein Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft fördern. Der Treffpunkt in Erle „Kaffee und mehr“ hat sich inzwischen etabliert.

Von Borkener Zeitung / Andreas Rentel

08.05.2026

Die Awo-Begegnungsstätte „Kaffee und mehr“ hat sich mit ihren unterschiedlichen Angeboten etabliert.

Die Awo-Begegnungsstätte „Kaffee und mehr“ hat sich mit ihren unterschiedlichen Angeboten etabliert.

© BZ-Archiv/Rentel

RAESFELD. Der Awo-Ortsverein Raesfeld stellt das Programm für die weiteren Monate des Jahres 2026 vor. Vielfältige Angebote in Erle und Raesfeld sollen zu Begegnung, Kultur und Gemeinschaft einladen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Awo Raesfeld möchte mit der Vorstellung ihres Restjahresprogramms 2026 auch deutlich machen, wie viel Leben, Herzlichkeit und Gemeinschaft in ihrer Arbeit vor Ort steckt. Mit einem bunten Mix aus Bewegung, Musik, Gesprächen, Lesungen, Glauben, Genuss und geselligem Beisammensein möchte der Ortsverein auch in den kommenden Monaten wieder Menschen zusammenbringen. Wichtig dabei: Zu allen Veranstaltungen sind auch Nicht-Awo-Mitglieder willkommen.

Echte Begegnungen schaffen

Im Mittelpunkt stehe dabei der Wunsch, Räume für echte Begegnung zu schaffen, heißt es weiter. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich nach Austausch, Nähe und gemeinschaftlichen Erlebnissen sehnten, setze die Awo Raesfeld bewusst auf offene und niedrigschwellige Angebote, die Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Los ging es am vergangenen Dienstag mit der Awo-Gymnastik für Jung und Alt, die regelmäßig jeweils am ersten und dritten Dienstag im Monat angeboten wird. Es folgen im Juni und Juli ein musikalischer Nachmittag mit dem Trio „peu a peu“ bei Kaffee und Kuchen, ein Schnupper-Boule im Bürgerpark Raesfeld (Südring/Freiter Pättken), der Dankesgottesdienst für das gute Überstehen des Unfalls vom 9. November 2025 in der St.-Silvester-Kirche in Erle sowie ein geselliges Awo-Kneipenquiz.

Vergleichsweise glimpfliche Folgen

Pfarrer Tilling wird diesen Dankgottesdienst leiten. Seinerzeit hatte sich eine siebenköpfige Reisegruppe der Awo auf der A31 im Landkreis Leer mit einem Kleinbus überschlagen, nachdem das Fahrzeug in der Nähe der Anschlussstelle Weener in Fahrtrichtung Bottrop von der Fahrbahn abgekommen war. Der Bus war schließlich auf dem Dach liegen geblieben. Ersthelfer seien schnell vor Ort gewesen, ebenso Sanitäter und Feuerwehr, erinnert sich Andreas Erzkamp, der als Beifahrer in dem Bus gesessen hat. Trotz des teils hohen Alters der Reiseteilnehmer habe der Unfall nur vergleichsweise glimpfliche Folgen gehabt, erklärt er.

„Wir möchten mit unseren Veranstaltungen Menschen zusammenbringen.“


Sonja Köhler, Awo-Vorsitzende

Auch in der zweiten Jahreshälfte dürfen sich Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Im August ist Nadine Heselhaus zu Gast und berichtet bei einem Awo-Talk über ihre Zeit als Bundestagsabgeordnete. Im September lädt die Reihe „Awo-liest“ zu einer Lesung mit der Münsteraner Autorin Katja Angenet ein, die aus ihrem Werk „Sagen aus dem Münsterland“ vorträgt. Im Oktober stehen mit Dr. Wolfgang Buschfort zum Thema Ahnenforschung und einer weiteren Lesung mit dem Raesfelder Autor Detlef Wolf zwei weitere Abende auf dem Programm.

Traditionelle Weinprobe

Ein fester Höhepunkt im Jahreslauf sei zudem die inzwischen traditionelle Weinprobe mit dem Bio-Weingut Schnabel am 23. Oktober, für die wegen begrenzter Platzzahl eine Anmeldung erforderlich ist. Im November schließlich wird Pfarrer Tilling im Rahmen von „Awo-inspiriert“ zu Gast sein. Darüber hinaus sind weitere Awo-Talks mit dem ehemaligen Erler Gastronomen Arno Brömmel und Josef Spangemacher, Landschaftswart aus Raesfeld, vorgesehen; die Termine werden noch bekannt gegeben.

Sonja Köhler, die Vorsitzende der Awo Raesfeld, erklärt die Idee hinter dem Programm: „Wir möchten mit unseren Veranstaltungen Menschen zusammenbringen und einen Ort schaffen, an dem man sich willkommen, angenommen und aufgehoben fühlen kann.“ Gerade diese persönlichen Begegnungen seien oft das, was im Alltag am meisten trägt. Und: Das Programm zeige, wie vielseitig Gemeinschaft sein könne.

Begegnungsstätte hat sich etabliert

Dass die Awo Raesfeld damit einen Nerv trifft, zeigt auch die Entwicklung ihrer Begegnungsstätte. Das Awo-Angebot „Kaffee & mehr“ in Erle hat sich zu einem Ort entwickelt, an dem regelmäßig Menschen zusammenfinden – nicht nur bei Sonderveranstaltungen, sondern auch im Alltag. Zum festen Wochenprogramm gehören unter anderem das Früh- und Sonntags-Café, Spiele-Abend, Bingo-Abend, die Spaziergänge und der große Kaffeeklatsch.

Dabei weist die Awo auch darauf hin, dass die Begegnungsstätte ausschließlich gemeinnützig und rein ehrenamtlich betrieben wird. Es gibt keine Zuschüsse für den Betrieb, alle Helfer engagieren sich unentgeltlich. Statt fester Preise für Kaffee und Kuchen steht dort eine Spendendose bereit – jeder gibt, was er möchte oder geben kann. Nähere Infos zu den Veranstaltungen gibt es auch über die App „AWO-immer dabei“.

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