Raesfeld bekommt ein Jugendforum
Kinder und Jugendliche aus Erle und Raesfeld sollen mehr Möglichkeiten bekommen, sich an den Entscheidungen der Kommunalpolitik zu beteiligen. Die Mitglieder des Gemeinderats beschlossen am Montagabend, dass künftig mindestens ein mal im Jahr ein Jugendforum tagen soll.
In der Stadt Borken gibt es seit 2014 ein Jugendforum. Damals ist auch dieses Foto entstanden.
© Andrea Pärschke
Gemeinderat stimmt für SPD-Antrag
RAESFELD. Die Mitglieder des Gemeinderats beschlossen einstimmig auf Antrag der SPD-Fraktion die Einführung eines regelmäßig stattfindenden Jugendforums unter der Leitung des Bürgermeisters. In der Sitzungsvorlage hatte die Verwaltung empfohlen, dem Vorschlag zuzustimmen.
Mindestens einmal im Jahr – und bei Bedarf auch häufiger – soll der Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld Kinder und Jugendliche zu dem Jugendforum einladen. An den Veranstaltungen soll jeweils ein Vertreter der Ratsfraktionen teilnehmen, so der Beschluss.
Jugendliche seien neugierig auf Kommunalpolitik
Elke Rybarczyk, die Fraktionsvorsitzende der SPD, erläuterte in der Sitzung im Forum der St.-Sebastianschule den Antrag. Die Lehrerin, die unter anderem Politik unterrichtet, berichtete dem Rat, dass sie immer wieder von Schülern überrascht werde, die sich gern mit politischen Themen auseinandersetzten. Viele seien neugierig auf Kommunalpolitik, sagte Rybarczyk.
Elke Rybarczyk (SPD)
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Den Schritt hin zum Eintritt in eine Partei würden sie sich aber aufgrund des jungen Alters noch nicht zutrauen. Dennoch müsse man eine Lösung finden, dass sich diese jungen Menschen für die Belange der Gemeinde einsetzen können. Rybarczyk fasste zusammen: Ein Jugendforum sei nicht nur notwendig, sondern könne auch funktionieren.
Alle Parteien sprachen sich für die Idee aus
Hans-Dieter Strothmann (CDU) lobte den Vorschlag der Sozialdemokraten. Bereits in der Vergangenheit habe es in Zusammenarbeit mit den Jugendhäusern Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche gegeben, betonte er. „Wenn man das jetzt in der Form eines Jugendforums macht, das in festen Zeitabständen unter der Leitung des Bürgermeisters stattfindet, finde ich das gut gelöst.“
Bürgermeister Martin Tesing
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Johannes Lülf, Fraktionschef der UWG, sagte, er finde es „super“, wenn Kinder und Jugendliche zu einem Jugendforum eingeladen werden. Auch von den Grünen und der FDP gab es Lob für den Vorschlag der SPD.
Bürgermeister Martin Tesing sagte: „Ich bin gespannt, wie das Format angenommen wird.“
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