Patenschaften für Blühacker in Erle möglich
Der Erler Landwirt Tobias Honvehlmann hat einen Acker zur Verfügung gestellt, auf dem zahlreichen Blumen und Pflanzen wachsen sollen. Das Projekt für mehr Artenvielfalt will er gemeinsam mit dem Heimatverein in die Tat umsetzen. Interessierte können Patenschaften für den Acker übernehmen, damit das Projekt finanziert werden kann.
Bei dem Projekt von Tobias Honvehlmann und dem Heimatverein soll ein Blühacker mit zahlreichen Pflanzenarten entstehen.
Ein Biotop für Artenvielfalt soll geschaffen werden
ERLE . Unter dem Motto „Das Dorf blüht“ plant der Erler Landwirt Tobias Honvehlmann, eine Ackerfläche in ein blühendes Feld mit Wildblumen zu verwandeln. „Diese Idee hatte ich seit längerer Zeit, zumal ich in der Vergangenheit schon Blühstreifen an den Rändern unserer Äcker angelegt habe“, erklärt der Junglandwirt, der zurzeit an seiner Masterarbeit in Angewandte Nutztierwissenschaften an der Hochschule Osnabrück schreibt. Beispiele von Landwirten aus Nachbargemeinden und Anregungen aus dem Heimatverein Erle hätten ihn nun animiert, dieses Projekt im Frühjahr umzusetzen, teilt er in einer Pressemitteilung weiter mit.
Tobias Honvehlmann.
© pd
Vorgesehen für den Blühacker ist eine Fläche an der Allwenne am Ortsrand in der Westrich zwischen Marienthaler Straße und Erler Mühle. Für Insekten, Vögel und Kleintiere werde somit ein Nahrungsangebot und ein Lebensraum geschaffen und damit ein Beitrag gegen das Insektensterben und für Artenvielfalt geleistet, heißt es weiter.
Ein Euro für einen Quadratmeter
Weil die Blumensamen finanziert und der Nutzungsausfall ausgeglichen werden müssten, wirbt das Team „Das Dorf blüht“ um Tobias Honvehlmann zusammen mit dem Heimatverein für Blühpatenschaften. Für einen Euro pro Quadratmeter bei einer Mindestgröße von fünf Quadratmetern wird man Pate des Erler Projekts.
„Bis jetzt werden etwa 1500 Quadratmeter von Blühpaten gesponsert. Ich hoffe, dass sich noch mehr beteiligen, sodass das Vorhaben zu einem Gemeinschaftsprojekt vieler Erler und gerne auch von Sponsoren aus anderen Gemeinden wird“, fasst Tobias Honvehlmann seine Idee noch einmal zusammen. Die Fläche wird Ende April, Anfang Mai zusammenhängend ausgesät. Privatpersonen können ihre Patenschaft auf einer am Feldrand platzierten Hinweistafel dann namentlich vermerken lassen.
So gibt es die Patenschaft
Wer eine Patenschaft übernehmen möchte meldet sich per E-Mail an info@dasdorfblüht.de und gibt darin die gewünschte Quadratmeterzahl an. Dann erhält man die Bankverbindung des Projekts und der entsprechende Betrag kann überwiesen werden. Wer keine Mailadresse hat, kann sich an den Vorsitzenden des Heimatvereins Norbert Sabellek (Tel: 02865/6646) wenden. Ist der Beitrag überwiesen, wird das Zertifikat über die Blühpatenschaft zugesandt. Die Investition deckt eine einjährige Patenschaft ab.