Raesfeld

Offene Gartenpforte: Klimawandel beschäftigt Gartenliebhaber

Die Familie Seggewiß aus Raesfeld öffnet ihren Exotengarten für die Gartentage erstmals in diesem Jahr am Pfingstsonntag. Sie möchte dabei ihre Erfahrungen mitteilen, wie sie ihren Garten auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten wollen.

Von Borkener Zeitung / Andreas Rentel

20.05.2026

Familie Seggewiß öffnet wieder ihren Exotengarten. Thema ist in diesem Jahr der Klimawandel.

Familie Seggewiß öffnet wieder ihren Exotengarten. Thema ist in diesem Jahr der Klimawandel.

© BZ-Archiv/pd

RAESFELD. Im Exotengarten der Familie Seggewiß gibt es Tipps und Tricks bei den Gartentagen. Den eigenen Garten auf den Klimawandel vorbereiten? Wie das geht, was der Gartenliebhaber machen kann und wie er den eigenen Garten gestalten kann, wenn es wetterbedingt immer wärmer und extremer wird. Dabei möchte Familie Seggewiß bei den Gartentagen interessierten Besuchern helfen.

Das Thema Klimawandel habe es bei den Gartentagen bisher noch nicht gegeben, sagt Thomas Seggewiß. Um Trockenheit und Hitze sei es in den vergangenen Jahren aber schon gegangen. Regenwasser auffangen, widerstandsfähigere Pflanzen setzen und mit dem Wasser sparsam umgehen, das sei in dem Raesfelder Garten, der an der Straße Im Rott liegt, schon lange angesagt.

Kein Anschluss wie in der Stadt

„Wir haben kein Stadtwasser“, sagt Seggewiß und verweist damit auf den eigenen Brunnen, der Haus und Garten mit Wasser versorgt. Jeder, der im Außenbereich ohne Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz lebe, kenne das Problem. Für alle anderen komme das Wasser einfach aus dem Hahn; dort fehle das Problembewusstsein, ist der Raesfelder überzeugt. Das sei ein Geben und Nehmen sagt Seggewiß über den Austausch mit den Gartenbesuchern und versichert: „Auch wir bekommen Tipps.“

Denn die Familie beobachtet das heimische Wetter schon lange und versucht, den eigenen, privaten Garten in vielerlei Hinsicht auf den Klimawandel vorzubereiten. Dürreperioden, Starkregen und milde Winter, Pflanzen für Trockenstress und Hitze, das seien wichtige Aspekte. Den Garten vor Austrocknung zu schützen und vom toten Schottergarten zurück zu kehren zur Bienenweide, das sei eine Möglichkeit. Der Klimawandel könne Gartenenthusiasten aber auch neue Möglichkeiten bieten.

Themen, die Gartenliebhaber beschäftigen

All das seien Themen, die Gartenliebhaber beschäftigen, teilt die Familie Seggewiß mit. Bei den diesjährigen Gartentagen im Rahmen der Offenen Gartenpforte lädt diese alle Gartenfreunde in ihren Exotengarten ein, um sich auszutauschen sowie Tipps und Tricks für den Klimawandel und seine Folgen für den heimischen Garten zu holen. Erstmalig öffnet der Garten in diesem Jahr am Pfingstsonntag von 11 bis 18 Uhr.

Über den Sommer hin haben Interessierte an weiteren Terminen die Möglichkeit dazu. Erfahrungsaustausch, das Entdecken und Genießen des Gartens sind an folgenden Öffnungstagen möglich: Sonntag, 24. Mai, Palmenblüte im Exotengarten; weitere Termine jeweils sonntags, 14. Juni, Tag der Gärten und Parks Westfalen-Lippe; 28. Juni, Gartenblicke Raesfeld und Schermbeck; 12. Juli, Kakteenblüte im Wüstenbeet; 26. Juli, Sommersonne im Exotengarten und am 23. August, unter dem Titel „Auf gehts... Eine Reise nach Bananien“.

Wer den Privatgarten mit einer Führung in der Gruppe kennenlernen möchte, kann telefonisch einen Termin vereinbaren. Nähere Infos unter garten-seggewiss.de.

„Auch wir bekommen Tipps.“


Thomas Seggewiß

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