Nabu fordert mehr Herdenschutz
Der Naturschutzbund des Landes NRW wendet sich gegen einen Abschuss der Wölfin, die im Raum Schermbeck/Hünxe ansässig geworden ist. Für einen weiteren Schafsriss könnte das Tier verantwortlich sein.
Für den Naturschutzbund ist der Abschuss der Wölfin (hier ein Symbolbild) nur „das letzte Mittel“.
© Michael Weirauch
Abschuss als letztes Mittel
RAESFELD/SCHERMBECK. Christian Chwallek, der stellvertretende Vorsitzende des NABU in Nordrhein-Westfalen, bewertet den Abschuss von Wölfen „als letztes Mittel“, das eine Einzelfallentscheidung voraussetze. Damit wendet er sich gegen Forderungen, die Wölfin GW 954f (Gloria von Wesel) abzuschießen. In Hünxe wurde erneut ein Schaf gerissen, möglicherweise von einem Wolf.
Guter Herdenschutz ist entscheidend
Der NABU sei sich mit dem Bundesverband Berufsschäfer und weiteren Verbänden darin einig: An gutem Herdenschutz führe kein Weg vorbei, heißt es. Seien alle möglichen Maßnahmen des erweiterten Herdenschutzes ausgeschöpft – etwa 120 Zentimeter hohe Zäune – und überwinde ein Wolf mehrfach diese Hindernisse, könne eine Entnahme durch eine fachliche Person auf Anordnung der zuständigen Landesbehörde erfolgen.
Chwallek fordert vom Umweltministerium, die Situation für den Herdenschutz in NRW weiter zu verbessern.
© Michael Weirauch