Raesfeld

Mehr Platz für den Offenen Ganztag

Die Gemeinde möchte die Ganztagsbetreuung für Kinder an den Grundschulen ausbauen. Mit dem Vorhaben befasst sich der Ausschuss für Schule und Bildung, der am Dienstag, 13. April, ab 17 Uhr in der Julia-Koppers-Gesamtschule tagt

Von Andreas Rentel

31.03.2021

In der Sebastianschule soll der Platz für das Angebot des Offenen Ganztags vergrößert werden.

In der Sebastianschule soll der Platz für das Angebot des Offenen Ganztags vergrößert werden.

© Rentel

Umbau in der Sebastianschule geplant

RAESFELD/ERLE. Der Umbau der Mensa ist abgeschlossen. Die Sitzung sei dort geplant, sodass die Ausschussmitglieder die Räume besichtigen können. Die Verwaltung werde Erläuterungen zum Umbau geben.

Per Erlass habe das Land Nordrhein-Westfalen eine Förder-Richtlinie herausgegeben, so die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Finanziell unterstützt werden damit Vorhaben, die dem Ausbau von Bildungs- und Betreuungsangeboten des Offenen Ganztags für die Jahrgangsstufen eins bis vier dienen sollen. Maximal 85 Prozent der Ausgaben werden bezuschusst.

Der Gemeinde erhalte als Schulträger der Sebastian- und der Silvesterschule ein Förderbudget über 132.100 Euro, heißt es. Bewilligte Vorhaben müssen bis Ende Juni begonnen und bis Jahresende ausgeführt und abgerechnet werden. Heißt: Eine Fertigstellung ist bis spätestens Ende Oktober nötig.

Kurze Antragsfrist

Wegen der sehr kurzen Antragsfrist, die Mitte März endete, habe die Verwaltung schnell reagieren müssen und mit der Schulleitung Kontakt aufgenommen, heißt es weiter.

Bekannt war, dass in der St.-Sebastian-Schule vor allem bei der Übermittagsbetreuung (ÜMi) Platznot herrscht und auch die Offene Ganztagsschule (OGS) Platzbedarf im Speiseraum hat. In der Silvesterschule gebe es diesen dringenden Bedarf derzeit (noch) nicht, so die Verwaltung.

Die Zahl der Kinder in der OGS in Raesfeld und Erle ist im Schuljahr 2020/2021 noch mal stärker auf 80 gestiegen. In Raesfeld waren die räumlichen Kapazitäten im OGS-Gebäude bereits vorher erschöpft, und eine Gruppe musste in die Lehrküche im Keller ausweichen. Der Raum wurde auf Wunsch des Betreuerteams entsprechend ausgestattet und werde als geeignet angesehen, heißt es weiter.

Durchbruch geplant

Damit alle Kinder wieder mittags im Speiseraum der Küche essen können, soll ein Durchbruch zum benachbarten Gruppenraum erstellt werden. Eine Schiebetür soll dafür sorgen, dass der Raum weiter multifunktional genutzt werden kann.

2017 ist die Trägerschaft der ÜMi der Sebastianschule vom Caritasverband auf den Förderverein übergegangen. Seitdem sei die ÜMi in einem Klassenraum außerhalb des OGS-Gebäudes untergebracht, so die Vorlage.

Da die Schule wegen steigender Kinderzahlen im nächsten Schuljahr vier erste Klassen bekommt, wird der Raum als Klassenzimmer benötigt. Zudem ist die Zahl der ÜMi-Kinder auf 72 gestiegen, so dass zwei Räume benötigt werden. Im Keller des neueren Trakts des westlichen Gebäudeteils der Schule gibt es zwei verbundene Räume, die sich für die ÜMi eignen. Damit mehr Tageslicht in die Räume fällt, sollen größere Fenster eingebaut und ein Lichtgraben erstellt werden. Zudem erhalten die Räume Akustikdecken und neue Böden.

Planung eines Architekten

Mit der Planung des Umbaus hat die Verwaltung einen Architekten beauftragt. Dieser schätzt die Baukosten auf rund 165.500 Euro. Hinzu kommen weitere rund 11.500 Euro vor allem für Möbel und Spielmaterial. Die Verwaltung hat den Förderantrag bei der Bezirksregierung Münster eingereicht. Die Genehmigung für den Umbau wird voraussichtlich noch in dieser Woche beim Kreis Borken beantragt.

Die Gesamtkosten des Bauvorhabens von rund 177.000 Euro werden voraussichtlich durch eine Förderung von 132.100 Euro teilweise gedeckt. Die Finanzierungslücke von 44.900 Euro hat die Gemeinde zu schließen und das Geld außerplanmäßig bereit zu stellen. Folgekosten, die durch Reinigung, Heizung und Beleuchtung der Räume entstehen, werden auf jährlich rund 2000 Euro geschätzt.

Mehr Platz für den Offenen Ganztag

© Rentel

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