Raesfeld

Marienthaler-Kreuzung ist nicht besonders gefährlich

Nach dem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Marienthaler Straße/Hagen/Sundern will die Gemeindeverwaltung eine Analyse der Polizei abwarten, bevor entschieden wird, ob die Situation in dem Abschnitt näher in den Blick genommen werden soll. Das hat Markus Büsken, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Raesfeld, auf BZ-Nachfrage mitgeteilt.

Von Andreas Rentel

31.03.2021

Die Kreuzung Marienthaler Straße/Hagen/Sundern gilt nicht als Unfallhäufungspunkt.

Die Kreuzung Marienthaler Straße/Hagen/Sundern gilt nicht als Unfallhäufungspunkt.

© Rentel

Verwaltung will Analyse der Polizei abwarten

ERLE/RAESFELD. Wie berichtet, waren dort am Montagmorgen ein Pickup-Geländewagen und ein Transporter zusammengestoßen. Dabei hatten die beiden Fahrer schwere Verletzungen erlitten.

Die Einsicht in die Kreuzung sei für Autofahrer kein Problem, sagt Büsken unabhängig von dem Unfall. Vor geraumer Zeit sei ein Piktogramm auf der Fahrbahn aufgetragen worden, da der Radweg in beide Richtungen befahren werden darf. Damit sollen Autofahrer, die von der Straße Hagen auf die Kreuzung zufahren, auf die Radler aufmerksam gemacht werden. Aber: „Das ist kein Unfallhäufungspunkt“, stellt Büsken fest. Allerdings könnte die Stelle bei der nächsten Verkehrsschau in der Gemeinde „ein typischer Punkt“ sein, der begutachtet wird. „Dieses Jahr nicht“, antwortet er auf die Frage nach dem nächsten Termin dafür.

Markus Büsken.

Markus Büsken.

© pd

Im mehrjährigen Rhythmus, erläutert Judith Wilting, Leiterin des Fachbereichs Verkehr beim Kreis Borken, gebe es diese Verkehrsschauen, an denen unter anderem Vertreter der Polizei, der Gemeinde, der Straßenverkehrsbehörde und der Bezirksregierung Münster teilnehmen. Pandemiebedingt seien einige Termine ausgefallen. Büsken ergänzt, dass Raesfeld „planmäßig im nächsten Jahr“ an der Reihe sei.

Polizei sieht keinen Unfallhäufungspunkt

Frank Rentmeister von der Pressestelle der Kreispolizei Borken erklärt, dass es in der Gemeinde Raesfeld keinen Unfallhäufungspunkt gebe. Die Vorgaben im Erlass des Landes dazu seien etwas kompliziert, ergänzt er. Neben der Zahl der Unfälle an einer Stelle sei auch das örtliche Verkehrsaufkommen zu beachten. Wo mehr Autos fahren, können mehr Unfälle passieren. Auch die Art und Schwere der Kollisionen spiele eine Rolle, so Rentmeister. Grundsätzlich: Je schwerer die Unfälle, desto weniger seien nötig, um eine Häufungsstelle anzunehmen. Sind die Unfälle leicht, müsse die Zahl höher sein. Bei unterschiedlichen Ursachen werde es schwierig. Ergibt sich bei der Analyse, dass es etwa beim Abbiegen mehrfach zu Kollisionen gekommen ist, gebe es einen Ansatz, etwas zu verbessern.

Judith Wilting erklärt, dass geänderte Reglementierungen im Straßenverkehr „zwingend erforderlich“ sein müssen. Die Entscheidung treffe die Unfallkommission.

Marienthaler-Kreuzung ist nicht besonders gefährlich

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