Raesfeld

Mann nach Raubüberfall in Erle festgenommen

In Erle hat es am Montagabend einen Raubüberfall gegeben. Zeugen alarmierten die Polizei und berichteten, dass ein maskierter Mann mit einer Schusswaffe in einem Verbrauchermarkt an der Silvesterstraße stehen würde. Einer Polizeistreife gelang es den mutmaßlichen Räuber kurze Zeit später zu fassen.

Von Christiane Göke, Von Andreas Rentel

15.10.2024

Am Montag gegen 20.50 Uhr hatte ein Mann in diesem Markt die Kassiererin bedroht und Geld verlangt.

Am Montag gegen 20.50 Uhr hatte ein Mann in diesem Markt die Kassiererin bedroht und Geld verlangt.

© Rentel

ERLE. Ein 26-jähriger Mann aus Raesfeld hat am Montagabend einen Verbrauchermarkt an der Silvesterstraße überfallen. Laut Polizei wurde gegen 20.50 Uhr ein Notruf abgesetzt. Eine Streifenwagenbesatzung wurde mit dem Signal „Raub mit Schusswaffe auf Supermarkt in Raesfeld-Erle!“ zu dem Verbrauchermarkt geschickt.

Ein bis dahin unbekannter und maskierter Täter hatte diesen Markt gegen 20.50 Uhr betreten. Der Mann bedrohte die Angestellte an der Kasse mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Bargeld. Mit seiner Beute flüchtete der Mann zu Fuß in unbekannte Richtung.

Zeugen alarmierten die Polizei und gaben den eintreffenden Polizisten eine Beschreibung zu dem flüchtigen Räuber. Im Zuge der Fahndung kontrollierten die Polizisten einen Wagen. Die Beschreibung der Zeugen traf in allen Punkten auf den Mann am Steuer zu.

Auf dem Kopf trug er eine Wollmütze, die sich bei der Überprüfung als Sturmhaube herausstellte, teilt die Polizei weiter mit. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten ein Messer. Der Tatverdächtige, ein 26-jähriger Mann aus Raesfeld, wurde festgenommen und zur Polizeiwache gebracht.

Schusswaffe und Geld nicht dabei

Die Schusswaffe und die Tatbeute führte der Mann bei der Festnahme nicht mit. Die Beamten stellten das Messer sicher. Die Ermittlungen zu diesem Raub dauern an.

Marktleiter Holger Beyer lobt den Einsatz der Polizeibeamten, die innerhalb weniger Minuten vor Ort gewesen seien. Auch der Kassiererin, die kurz vor Ladenschluss noch im Geschäft war, lobt er für ihr umsichtiges Verhalten während der Tat. Sie habe nicht in die Tat eingegriffen, aber den Täter genau beobachtet. Zum Glück, so Beyer weiter, sei bei dem Überfall niemand verletzt worden. Die Polizei habe bereits auf die Möglichkeiten des Opferschutzes hingewiesen, so dass etwa die Mitarbeiterin auf Wunsch und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nehmen könnte.

Der Täter habe sich dann mit einem Brecheisen an den Kassen zu schaffen gemacht und diese innerhalb weniger Sekunden aufgebrochen, um an das Bargeld zu kommen. Diese, so der Marktleiter weiter, seien dabei so stark beschädigt worden, dass er sich am Dienstagmorgen um zwei neue Kassenschubladen kümmern musste. „Sonst hätten wir gar nicht öffnen können“, sagt Beyer.

„Rund 60 Prozent der Zahlungen sind bargeldlos.“


Holger Beyer

Er erklärt: Da inzwischen rund 60 Prozent der Einkäufe bargeldlos mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden, sei gar nicht mehr so viel Geld in der Kasse wie in früheren Jahren. So habe der Täter nur einen vergleichsweise geringen Betrag erbeuten können und dafür eine schwere Straftat begangen. Das ärgere ihn. Generell habe die Zahl der Überfälle auf Supermärkte aber abgenommen, so die Einschätzung des Marktleiters.

Markt war schon mal Tatort

Vor mehr als zehn Jahren war der Edeka-Markt in Erle schon einmal Tatort, erinnert sich der Marktleiter. Seinerzeit hatten die Täter den Tresor aus seinem Büro ins Lager geschleppt und sich dort daran gemacht, diesen aufzuschweißen. Um dabei möglichst ungestört vorgehen zu können, hatten die Täter ein verlängertes Wochenende genutzt, als der Markt geschlossen war. Schließlich habe einer der Täter einen Bewegungsmelder ausgelöst und so seien die Täter dann doch noch erwischt worden.

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