Raesfeld

Konzert im Rittersaal des Raesfelder Schlosses

Das Trio Adornoi hat das Publikum seines Konzerts im Rittersaal des Raesfelder Schlosses begeistert. Trotz des stürmischen Wetters sei das Konzert gut besucht gewesen, freut sich der Kulturkreis Schloss Raesfeld als Veranstalter.

Von Borkener Zeitung / pd

12.03.2019

Im Rittersaal von Schloss Raesfeld haben die Musiker ein beeindruckendes Konzert gegeben.

Im Rittersaal von Schloss Raesfeld haben die Musiker ein beeindruckendes Konzert gegeben.

© Thomas Künstler

Trio überzeugt mit Haydn und Schumann

RAESFELD. Während der Wind ums Schloss Raesfeld blies und zeitweise auch im Rittersaal zu hören war, löste das „Trio Adorno“ bei den Zuhörern stürmischen Beifall aus. Trotz widriger Umstände sei das Konzert gut besucht gewesen, freut sich der Kulturkreis Schloss Raesfeld als Organisator in einer Mitteilung. Der Applaus sei verdient gewesen.

Die drei Musiker Samuel Selle (Cello), Christoph Callies (Violine) und Lion Hinnrichs (Klavier) spielten zunächst ein Werk von Haydn (Trio e-Moll Hob XV:12), das schon einige Besonderheiten bot. Der modernste Hammerflügel seiner Zeit ermöglichte es dem Komponisten, eine Steigerung des Klavierparts zu erreichen. Auch Einflüsse des jüngeren Mozart und dessen Klaviertrios seien zu hören gewesen, heißt es.

Gut aufeinander abgestimmtes Trio

Es folgte von Robert Schumann das Trio op. 110 g-Moll, das der Komponist Anfang Oktober 1851, als er noch glücklich an seinem neuen Wirkungsort Düsseldorf lebte, schrieb. Zu der Barcarole des ersten Satzes soll ihn die Sage von der Loreley und der neue Wohnsitz am Rhein inspiriert haben.

Im zweiten Teil des Auftritts stellten die gut aufeinander eingestimmten Musiker, die seit 15 Jahren zusammen spielen, ein selten gehörtes Trio des Russen Anton Arenskij vor. Das Werk hatte der Komponist, Professor am Moskauer Konservatorium, einem von ihm geschätzten Cellisten und verstorbenem Freund gewidmet. Der dritte Satz „Elegia“, ein Trauermarsch, verklang leise.

Nach viel Applaus der Zuhörer gaben die drei als Zugabe die für ihr Klaviertrio umgearbeitete Bachkantate „Schafe können sicher weiden“. Enfühlsam und ruhig dahinfließend erklang dieses Werk.

Lion Hinnrichs moderierte das Konzert. Ohne zu belehren, habe er durch Anspielen kurzer ausgesuchter Passagen in die Stücke eingeführt, heißt es. Dadurch sei das Hörverständnis und -vergnügen gesteigert worden.

Von Raesfeld startet das Trio bald auf Vermittlung des Goethe-Instituts zu einer Konzerttournee nach Mexiko und Mittelamerika.

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