Klima: Gemeinde will Bürger beteiligen
Die Gemeinde Raesfeld hat in den vergangenen Jahren Projekte umgesetzt, die dem Klimaschutz dienen sollen. So wurden etwa auf den Dächern des Rathauses und der Sporthalle Zum Michael Fotovoltaikanlagen installiert, mehr als 500 Bäume gepflanzt und die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Jetzt sollen die Arbeiten an einem Klimaschutzkonzept fortgesetzt werden.
Bei einem Vorbereitungstreffen mit den Klimaschutzexperten des Büros „B.A.U.M Consult“ (links) wurden die Eckpunkte der Zusammenarbeit für das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Raesfeld festgelegt.
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Workshops in Raesfeld von April bis Juni geplant
RAESFELD Mit den Beratern des Büros „B.A.U.M-Consult“ will die Gemeinde mit den Bürgern Maßnahmen entwickeln, um den Klimawandel vor Ort einzudämmen. Berater Philipp Mihajlovic hatte in einer Ausschuss-Sitzung und den Sachstand beim Klimaschutz in der Gemeinde zusammengefasst.
Ein erstes Vorbereitungstreffen hat es jetzt im Rathaus gegeben, nachdem der Planungsausschuss der Gemeinde in zwei Workshops die Grundlagen hierfür erarbeitet hatte. Die Gemeinde rechne mit einer Fertigstellung des Konzeptes bis zum Oktober, heißt es in einer Mitteilung. Zunächst soll die aufgestellte Treibhausgasbilanz aktualisiert und die geplante Bürgerbeteiligung vorbereitet werden.
Beteiligung ist entscheidend
Zentraler Bestandteil des Klimaschutzkonzepts soll die Beteiligung der Bürger sein. In einem Aufruf sollen sie eingeladen werden, ihre Ideen, Bedenken und Vorschläge einzubringen. Die Verantwortlichen betonen, dass die Vielfalt der Perspektiven eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von effektiven Maßnahmen spielen werde. So sind von April bis Juni Workshops zu dem Thema geplant.
Das Klimaschutzkonzept soll sich auf unterschiedliche Bereiche konzentrieren, darunter die künftige Energieversorgung der Gemeinde, Gebäudesanierung, Mobilität, die klimagerechte Siedlungsentwicklung und das Energiemanagement. Geplant ist, innovative Technologien zu integrieren und die lokalen Ressourcen optimal zu nutzen, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Aufbau eines Netzwerks
Um das Konzept erfolgreich umzusetzen, strebt die Gemeinde den Aufbau eines Netzwerkes von Experten an, darunter Energieberater, Klimaschutzexperten und Stadtplaner. „Hier unterscheiden wir uns vielleicht von anderen Gemeinden, die eigens hierfür einen Klimaschutzmanager eingestellt haben“, wird Bürgermeister Martin Tesing zitiert. Wie berichtet, hatte die Politik mehrheitlich entschieden, externe Beratung nur bei einzelnen Fragen hinzuzuziehen. Zudem will die Gemeinde mit regionalen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und anderen Kommunen zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen und voneinander zu lernen.
Bürgermeister Tesing ist optimistisch: „Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die wir jedoch auf lokaler Ebene aktiv angehen müssen.“ Die Gemeinde werde ihren Teil dafür leisten, ist er überzeugt.
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