Raesfeld

„Ich finde es ziemlich respektlos, wie Politik und Verwaltung hier mit mir umspringen“

Leserbrief zum Bericht „Grünschnitt sorgt für Ärger“:

Von Von Hedwig Brömmel aus Erle

07.07.2020

+++Symbolfoto+++

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Grünschnitt

So kann ich das nicht stehen lassen, und ich finde es nicht richtig, wie man mich von Seiten der Gemeindeverwaltung behandelt. Seit Jahrzehnten leben wir hier am Schultenwurt friedlich und in Eintracht, Zaun an Zaun mit unseren Nachbarn auf der anderen Seite, bis die Gemeinde auch noch dieses Grundstück am Ridderspass gekauft hat, es mit der Gartenpflege aber nicht so genau nimmt.

Vielleicht verliert sie allmählich auch die Übersicht über ihre zahlreichen Liegenschaften? Sträucher und üppiges Grün lässt man zunächst einfach wuchern, bis unser Zaun eingedrückt wird. Dann werden auf entsprechende Hinweise die Sträucher entweder wüst kahl geschoren oder ganz einfach heraus gerupft – aber einfach liegen gelassen.

Was versteht die Gemeindeverwaltung unter „einer zweimaligen Pflege im Jahr“, wenn der hintere Gartenteil nicht gepflegt wird und das vetrocknete Gehölz an Ort und Stelle liegen bleibt?

Ich bin mittlerweile 77 Jahre alt und finde es ziemlich respektlos, wie Politik und Verwaltung hier mit mir umspringen. Laut einer Aussagen von Herrn Büsken, Leiter des Ordnungsamtes, „darf jeder seinen Garten so gestalten, wie er will“.

Ich bin zwar in die Jahre gekommen und bestimmt nicht auf Krawall gebürstet. Aber ich kann mich noch gut an einen anderen Grundsatz erinnern, und der lautet: Eigentum verpflichtet. Wie werden ja sehen, bald stehen die nächsten Kommunalwahlen an, und ich weiß schon jetzt, wo ich mein Kreuzchen nicht machen werde.

So lautete die Urpsungsmeldung:
Grünschnitt sorgt für Ärger

ERLE. Hedwig Brömmel aus Erle ärgert sich über die Gemeinde Raesfeld. Diese habe auf einem Grundstück am Ridderspass Sträucher geschnitten und den Grünschnitt liegen gelassen, sagt sie. Es sehe ungepflegt aus. Die Gemeindeverwaltung bewertet den Vorgang als Bagatelle. Der Grünschnitt liege auf der Fläche der Kommune und dürfe dort bleiben, hieß es auf BZ-Nachfrage. Mitarbeiter des Bauhofs seien zweimal im Jahr auf dem Grundstück, um den Garten zu pflegen. Da die beiden betroffenen Grundstücke quasi auf der Rückseite aneinander grenzen, ist der betroffene Bereich nicht öffentlich einsehbar.

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