Gruppe fordert bessere Förderung
Im Wolfsgebiet Schermbeck ist Herdenschutz auch für Schafe und Ziegen wichtig: Die Bund-Kreisgruppe Wesel fordert, die Entschädigungen für Schutzmaßnahmen nachträglich auszuzahlen.
Der Herdenschutz vor möglichen Wolfsangriffen soll finanziell verbessert werden, fordert die Bund-Kreisgruppe Wesel.
© Holger Hollemann/dpa
Herdenschutz im Wolfsgebiet Schermbeck
RAESFELD/WESEL. Die Bund-Kreisgruppe Wesel spricht sich dafür aus, Fördergeld zum Herdenschutz im Wolfsgebiet Schermbeck auch nachträglich auszuzahlen. Es könne nicht sein, dass erst nach der Bewilligung des Antrages mit dem Bau von Zäunen begonnen werden dürfe, teilt der Kreisverband mit. Stattdessen müsse eine Möglichkeit gefunden werden, bereits erbrachte Schutzmaßnahmen nachträglich zu entschädigen.
Tierhalter haben alles richtig gemacht
Vom Verhalten eines Wolfes her gedacht, habe ein Halter, der sich um den sofortigen Schutz seiner Tiere kümmert, alles richtig gemacht und dürfe dafür nicht bestraft werden. Peter Schütz, der stellvertretende Pressesprecher des Landesumweltministeriums, hatte sich mit Blick auf die neue, 100-prozentige Förderung ähnlich geäußert. Wer sofort tätig geworden sei, sollte nicht mit der alten 80-Prozent-Förderung bestraft werden.
Der Bund fordert ferner, den Wolfsmanagementplan zu ändern. Um den Förderrichtlinien zu genügen, sollen die Tiere bisher so lange ungeschützt auf der Weide stehen, bis der Antrag bewilligt wurde. Das lade den Wolf zum Riss der einfach zu erreichenden Tiere ein.