Raesfeld

Gruppe fordert bessere Förderung

Im Wolfsgebiet Schermbeck ist Herdenschutz auch für Schafe und Ziegen wichtig: Die Bund-Kreisgruppe Wesel fordert, die Entschädigungen für Schutzmaßnahmen nachträglich auszuzahlen.

Von Borkener Zeitung

05.04.2019

Der Herdenschutz vor möglichen Wolfsangriffen soll finanziell verbessert werden, fordert die Bund-Kreisgruppe Wesel.

Der Herdenschutz vor möglichen Wolfsangriffen soll finanziell verbessert werden, fordert die Bund-Kreisgruppe Wesel.

© Holger Hollemann/dpa

Herdenschutz im Wolfsgebiet Schermbeck

RAESFELD/WESEL. Die Bund-Kreisgruppe Wesel spricht sich dafür aus, Fördergeld zum Herdenschutz im Wolfsgebiet Schermbeck auch nachträglich auszuzahlen. Es könne nicht sein, dass erst nach der Bewilligung des Antrages mit dem Bau von Zäunen begonnen werden dürfe, teilt der Kreisverband mit. Stattdessen müsse eine Möglichkeit gefunden werden, bereits erbrachte Schutzmaßnahmen nachträglich zu entschädigen.

Tierhalter haben alles richtig gemacht

Vom Verhalten eines Wolfes her gedacht, habe ein Halter, der sich um den sofortigen Schutz seiner Tiere kümmert, alles richtig gemacht und dürfe dafür nicht bestraft werden. Peter Schütz, der stellvertretende Pressesprecher des Landesumweltministeriums, hatte sich mit Blick auf die neue, 100-prozentige Förderung ähnlich geäußert. Wer sofort tätig geworden sei, sollte nicht mit der alten 80-Prozent-Förderung bestraft werden.

Der Bund fordert ferner, den Wolfsmanagementplan zu ändern. Um den Förderrichtlinien zu genügen, sollen die Tiere bisher so lange ungeschützt auf der Weide stehen, bis der Antrag bewilligt wurde. Das lade den Wolf zum Riss der einfach zu erreichenden Tiere ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Raesfeld

zur Merkliste

Fotos erinnern an Geschichte von Marbecker- und Dorstener Straße

Karl-Heinz Tünte hat im Rahmen der Reihe „Neues aus Alt-Raesfeld“ historische Bilder zur Marbecker und Dorstener Straße gezeigt. Aufnahmen vom Ehrenmal 1926 bis zu verschwundenen Gebäuden zeichnen in 90 Minuten 100 Jahre Ortsgeschichte nach.

Raesfeld

zur Merkliste

Bewegungskunst Raesfeld richtete Kobodu-Lehrgang aus

35 Kampfsportler aus mehreren Bundesländern sowie aus Belgien und den Niederlanden haben beim Verein Bewegungskunst Raesfeld Kobudo trainiert. Beim Lehrgang der japanischen Kampfkunst wurde zunächst alleine trainiert, beim Partnertraining war dann die genaue Abstimmung mit dem Gegenüber in Bezug auf Krafteinsatz, Abstand und dem richtigen Zeitpunkt der Reaktion sehr wichtig.