Gloria hat weitere Schafe getötet
Erneut ist in Gahlen ein Tier gerissen worden, vermutlich durch einen Wolf. Bei der Aufnahme des Vorfalls habe es eine Auseinandersetzung zwischen Mitarbeitern des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und Mitgliedern des Gahlener Bürgerforums gegeben
Diesen 1,90 Meter hohen Zaun soll ein Wolf bei dem jüngsten Riss übersprungen haben.
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Lanuv bricht Dokumentation ab
ERLE/GAHLEN. Nach deren Aussage haben zwei Mitarbeiter die Aufnahme des Risses abgebrochen. Einige Gahlener hätten sich den Mitarbeitern als unabhängige Zeugen vorgestellt, so das Bürgerforum. Der Hinweis, dass bei amtlichen Handlungen ein Zeuge anwesend sein dürfe, sei mit der Bemerkung abgetan worden, dass die Wolfsberater des Lanuv nicht im amtlichen Auftrag dort seien, sondern als Ehrenamtler. Den Mitgliedern des Bürgerforums sei ferner verboten worden, Fotos zu machen.
Hinweis auf Recht am eigenen Bild
Das Landesamt teilt mit, dass von den anwesenden Personen versucht worden sei, Fotos und Videos von den beiden Wolfsberatern gegen deren Willen zu machen. Es gelte das Recht am eigenen Bild. Daher sei die Dokumentation abgebrochen worden.
Risse eindeutig zugeordnet
Zudem weist das Amt darauf hin, dass weitere Tierrisse der Wölfin Gloria mit der amtlichen Kennung GW954f zugeordnet werden können. Demnach sind am 14. Oktober zwei Schafe in Schermbeck und am 11. November ein Schaf in Hünxe nachweislich von dieser Wölfin getötet wurden. Die Halter der Tiere können bei der Bezirksregierung Düsseldorf eine Entschädigung beantragen, sofern zum Zeitpunkt des Übergriffs ein wolfsabweisender Grundschutz gemäß der Förderrichtlinien Wolf vorhanden war.
Falls Haus- und Nutztiere angegriffen worden sind, sei es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern, teilt das Amt mit. Tierhalter werden gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Lanuv zu wenden unter Tel. 0201/714488, und werktags unter Tel. 02361/ 3050.