Raesfeld

Gemeinde soll Ehrenamtliche beraten

Um das Ehrenamt ging es bei der fünften Frage der Woche. Die Online-Befragung ist Teil der Dorfentwicklung. Die Teilnehmer beklagten hohen bürokratischen Aufwand und wünschen sich eine Anlaufstelle bei der Gemeinde.

Von Borkener Zeitung

12.07.2018

Ehrenamtliche wünschen sich eine Wertschätzung ihrer Arbeit: Dafür hat die Gemeinde den Ehrenamtspreis ins Leben gerufen.

Ehrenamtliche wünschen sich eine Wertschätzung ihrer Arbeit: Dafür hat die Gemeinde den Ehrenamtspreis ins Leben gerufen.

© BZ-Archiv

Fünfte Frage der Woche drehte sich um das Thema Ehrenamt

RAESFELD. Um das Thema „Ehrenamt und Engagement“ ging es bei der fünften Frage der Woche. Wie berichtet, können sich die Raesfelder mit einer Online-Befragung am Prozess der Dorfentwicklung beteiligen. Das Büro Frauns, der die Befragung organisiert, stellt wesentlichen Ergebnisse vor.

Motivation: Es gebe vor allem zwei Gründe, die das Ehrenamt attraktiv machen: Das tolle, harmonische Miteinander und die Möglichkeit, seine Freizeit „für eine gute Sache“ zu nutzen, heißt es. Die Kooperation mit Gleichgesinnten, um Ziele eines Vereins und einer Gruppe zu verfolgen, trage zum starken Gemeinschaftsgefühl bei. Die generationenübergreifende Zusammenarbeit werde ebenfalls geschätzt. Der Wohltätigkeitsgedanke sei ein wichtiger Anziehungsfaktor für ein Ehrenamt.

Die sinnvolle Freizeitgestaltung gebe vielen ein gutes Gefühl und Gelegenheit zur Selbstverwirklichung. Einige Befragte haben angegeben, sich damit für die künftige Entwicklung der Gemeinde einbringen zu wollen. „Gute Nachrichten für den Prozess Raesfeld 2030“, heißt es.

Zeitliche Belastung kritisiert

Probleme: Die größten Hemmnisse für das Ehrenamt sehen die Befragten im hohen bürokratischen Aufwand, etwa bei der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung. Dies bedeute eine zeitliche Belastung und wirke sich negativ auf die Suche nach „neuen“ Ehrenamtlichen aus. Folglich werde die Arbeit auf zu wenige Schultern verteilt. Die Belastung einzelner steige weiter, die Bereitschaft zum Ehrenamt sinke. Die Freude daran werde getrübt, wenn eine angemessene Wertschätzung fehle.

Vorzüge des Ehrenamts in den Vordergrund rücken

Anreize: Die Befragten halten einen angemessenen oder flexiblen zeitlichen Aufwand für den bedeutendsten Anreiz. So könne die als wichtig eingeschätzte Vereinbarkeit von Familie, Beruf und anderen Freizeittätigkeiten mit dem Ehrenamt gelingen. Ferner seien die Vorzüge beim Ausüben eines Ehrenamts stärker in den Vordergrund zu rücken. Eine stärkere und bessere Unterstützung der Gemeinde für Ehrenamtliche werde als wichtiger Anreiz gesehen.

Ideen zur Unterstützung: Einige Befragte wünschen sich eine Anlaufstelle für Ehrenamtliche bei der Gemeinde. Beratung und Auskunft zu Regularien und Vorschriften und Hilfe bei der Suche nach Fördermöglichkeiten sowie beim Ausfüllen von Anträgen sollte es dort geben. Damit Vereine ihre Unterlagen besser schützen können, wird das Öffnen und Mitnutzen des Gemeindearchivs für Vereine angeregt.

Ein weiterer Vorschlag: Als finanziellen Anreiz könnte es eine Befreiung von Vereinsbeiträgen für aktive Mitglieder geben.

Gemeinde soll Ehrenamtliche beraten

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