Raesfeld

Gemeinde produziert Strom für Gebäude selbst

Die Gemeinde Raesfeld lässt Solarmodule auf den Dächern der Julia-Koppers-Gesamtschule und der Zweifach-Sporthalle installieren. Damit möchte die Gemeinde den Strom-Eigenverbrauch dieser Gebäude decken.

Von Andreas Rentel

24.05.2021

Aud dem Hauptgebäude der Julia-Koppers-Gesamtschule sind die meisten Module bereits verlegt worden.

Aud dem Hauptgebäude der Julia-Koppers-Gesamtschule sind die meisten Module bereits verlegt worden.

© Rentel

Photovoltaikanlagen auf Dächern der Gesamtschule und der Sporthalle

RAESFELD Nachdem die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Raesfelder Rathauses weitgehend abgeschlossen ist, haben die Arbeiten für zwei weitere Anlagen begonnen. Voraussichtlich bis Ende Mai sollen auch auf der Julia-Koppers-Gesamtschule und auf der Zweifsportachhalle „Zum Michael“ Photovoltaikmodule installiert werden, teilt Stefan Bröker von der Bauverwaltung mit. Angesichts des bisherigen regnerischen und stürmischen Wetters könnte sich die Fertigstellung an der Sporthalle auch um eine Woche verzögern, ergänzt er.

Neben dem Aufbau der Trägerelemente für die Module gehe es auch um die interne Verdrahtung und das Herstellen der Einspeisung des Stroms ins Netz. Innerhalb der kommenden Woche sollen die Platten auf den Dächern verlegt werden Diese seien bereits alle vorhanden, so Bröker.

Batteriespeicher geplant

An der Sporthalle wird die Gemeinde einen Batteriespeicher installieren lassen. Damit soll der tagsüber erzeugte Solarstrom in der Halle genutzt werden, die vor allem in den Abendstunden belegt wird. Denn die Gemeinde lege Wert auf den Ansatz, in erster Linie für den Eigenbedarf Strom zu produzieren und diesen nicht ins Netz einzuspeisen, erklärt Bröker. Angesichts der hohen Vergütungen, die dafür gezahlt worden sind, sei die Photovoltaik auch als Kapitalanlage eingesetzt worden. Die Kommune dürfe aber nicht wirtschaftlich tätig werden, so Bröker. Dass die Gemeinde die Flächen nicht langfristig verpachtet habe, komme den Vorhaben der Eigenversorgung entgegen.

Weitere Anlagen geplant

„Das ist mittelfristig geplant“, sagt Bröker über weitere Photovoltaik-Anlagen, die auf den Dächern der Silvesterschule und der benachbarten Sporthalle entstehen könnten. Die Flächen seien dafür ideal. Ob es schon im nächsten Jahr dort losgehen wird, lasse sich aber noch nicht sagen.

Fest steht, dass an der Sporthalle und an der Gesamtschule die Infrastruktur für mindestens je zwei Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge eingerichtet wird. Derzeit sei die Gemeinde dabei, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären, so Bröker weiter. Bei den Ladestationen sei zu klären, ob das öffentliche Stromnetz genügend Leistung bietet. An der Gesamtschule soll der Bau dieser Infrastruktur mit dem Umbau des Geländes und des Parkplatzes kombiniert werden, der im Sommer beginnen wird.

Die technischen Daten

Auf der Westseite des Daches des Hauptgebäudes der Gesamtschule werden etwa 41 kWp mit einer Modulfläche von 206 Quadratmetern installiert. Die Kosten liegen bei circa 65.000 Euro. Der durchschnittliche Strombedarf lag in den vorigen fünf Jahren bei 48.800 kWh. Die erwartete jährliche Stromerzeugung liegt bei 34.060 kWh, der erwartete Eigenverbrauch bei 14.000 kWh. Der Überschuss wird ins Netz eingespeist. Auf der Ost- und Westseite der Sporthalle werden rund 100 kWp mit einer Modulfläche von 496 Quadratmetern installiert. Der Stromspeicher hat eine Kapazität von 67,2 kWh. Investitionskosten: etwa 159.000 Euro. Der durchschnittliche Strombedarf lag bei 66.000 kWh, die erwartete Stromerzeugung liegt bei 86.000 kWh, der Eigenverbrauch bei 39.000 kWh und die Netzeinspeisung bei 47.000 kWh.

Beide Anlagen sollen sich in rund elf Jahren amortisiert haben.

Gemeinde produziert Strom für Gebäude selbst

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Auch auf der Ostseite der Zweifach-Sporthalle werden Photovoltaik-Module installiert.

Auch auf der Ostseite der Zweifach-Sporthalle werden Photovoltaik-Module installiert.

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