Erler Landwirt informiert auf der Grünen Woche
Tobias Honvehlmann, Landwirt aus Erle, war zwei Tage lang als Agrarscout auf der Grünen Woche in Berlin im Einsatz. Als anstrengend, aber sehr abwechslungsreich hat er die Gespräche erlebt. Und ein Fahrsimulator kam beim Publikum sehr gut an.
Tobias Honvehlmann (rechts) war auf der Grünen Woche auch als Gesprächspartner auf einem Podium zu hören.
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ERLE/BERLIN. Zum dritten Mal war der Erler Landwirt Tobias Honvehlmann als Agrarscout auf der Internationalen Grünen Woche, um in den Berliner Messehallen zwei Tage lang mit Besuchern über landwirtschaftliche Themen zu sprechen. Es sei anstrengend, aber auch sehr abwechslungsreich gewesen, bilanziert er.
Aus dem Kreis Borken sei er seiner Kenntnis nach der einzige Agrarscouts gewesen, so Honvehlmann. Der 29-Jährige bewirtschaftet in Erle einen Betrieb mit 120 Milchkühen und 80 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Ganz unterschiedlich seien die Kenntnisse seiner Gesprächspartner hinsichtlich der Landwirtschaft gewesen, stellt er fest. Während einige so gut wie gar kein Vorwissen mitbrachten, hätten andere von ihren Erfahrungen als Mitarbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben auch zu Zeiten der DDR berichtet, blickt er zurück.
„Viele Menschen wissen gar nicht mehr, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden oder was es bedeutet, nachhaltig zu wirtschaften“, wird der Erler in einer Pressemitteilung des Westfälischen Landwirtschaftsverbands (WLV) zitiert. Deshalb sei es ihm wichtig, mit den Messebesuchern ins Gespräch zu kommen. Das Forum Moderne Landwirtschaft organisiert einen Erlebnisbauernhof auf der Messe und den Auftritt der Agrarscouts auch in diesem Jahr.
Mit den Verbrauchern sprechen
„Es macht Spaß“, sagt der 29-Jährige über die Gespräche, von denen auch die Landwirtschaft profitieren möchte. Schließlich sei es wichtig, ein Gespür dafür zu bekommen, was den Verbrauchern unter den Nägeln brenne. Ob der Trend zum Beispiel mehr in Richtung fleischlose Ernährung geht, nennt er ein Beispiel.
Jugendliche, aber auch etliche Erwachsene habe ein Fahrsimulator angelockt, berichtet der Landwirt. So konnten die Besucher erfahren, wie der Umgang mit einem modernen Trecker und Erntemaschinen funktioniert. So sei es gelungen, auf spielerischer Basis Infos zur Ernte, den Erntezeiten und der erforderlichen Größe der Geräte zu vermitteln.
Präsenter als bei den beiden jüngsten Messen war diesmal das Thema Wolf. Das sei häufiger Gesprächsthema gewesen als bisher, so Honvehlmann. Als Vorteil dieser Messe hat er es empfunden, dass der Stand der Agrarscouts offener gestaltet wurde. „Den ganzen Tag non stop“, so fasst Tobias Honvehlmann seinen Einsatz in Berlin zusammen. Dabei hat es auch einen Austausch mit der Politik gegeben.